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Moore in der Lüneburger Heide – zu jeder Jahreszeit faszinierend

Jahrtausende alte Moorlandschaften stellen wichtige Lebensräume dar

    Moore sind einzigartige Landschaftsräume mit einer besonderen Ausstrahlungskraft.

    Mystisch und geheimnisvoll wirkt es, wenn der morgentliche Nebel aus dem Moor empor steigt. In Sagen und Erzählungen diente das Moor gerne als schaurige Kulisse. Ihren Schrecken haben die Moore heutzutage längst eingebüßt. Vor allem als erhaltenswerte Lebensräume für bestimmte Tier- und Pflanzenarten schätzen wir Moore und lassen uns von ihrer Natürlichkeit und Schönheit faszinieren.



    Die Entstehung von Mooren

    Als ökologische Übergangszone zwischen festem Land und Wasser stellen Moore eine spezielle Landschaftsform dar. Sie können nur unter bestimmten Bedingungen entstehen. Dazu gehört zum Beispiel ein hohes Maß an Wasser im Boden. Durch den unter Wasser fehlenden Sauerstoff wird der mikrobielle Abbau von organischer Substanz im Boden gehemmt. Pflanzliche Reste werden als Torf abgelagert. So entsteht ein Torflager, das über viele Jahre hinweg in die Höhe wächst.



    Gefährdete Schönheit

    Einst war die Landschaft in Niedersachsen von Hochmooren geprägt. Entwässerung, Kultivierung und allen voran der Torfabbau haben die Moore fast ausgelöscht, sodass heute nur noch 10 % der ursprünglichen Moorflächen vorhanden sind. Auch heute noch geht die größte Gefährdung für Moore vom Torfabbau zur Herstellung von Gartenerde aus.


    Dabei stellen Moore wichtige Extrem-Biotope und Lebensraum für besondere Tier- und Pflanzenarten dar. Wird ihr Lebensraum zerstört, verschwinden sie und mit ihnen die Vielfalt, Eigenart und Schönheit dieser Landschaft. Dem  Naturschutz haben wir es zu verdanken, dass unsere vorhandenen Moorgebiete von der Ausnutzung verschont geblieben sind.



    Ein besonderer Lebensraum

    Einige Tier- und Pflanzenarten haben sich an die besonderen Lebensbedingungen des Moores angepasst und können nur hier überleben. Die wichtigste Pflanze eines intakten Moores ist das Torfmoos. Millionen von Torfpflänzchen bilden nebeneinanderstehend ein dichtes Polster. Durch seine besonderen Eigenschaften trägt es zum Wachstum eines Moores bei. Die Nährstoffarmut in Mooren können Torfmoose gut ertragen.


    Im Frühjahr von März bis Ende Mai und im Herbst in den Monaten September und Oktober ziehen Zugvögel durch die Lüfte der Lüneburger Heide. Der Vogelzug ist faszinierend und weckt das Interesse vieler Naturliebhaber. An den Meißendorfer Teichen und im Bannetzer Moor im Naturpark Südheide können Sie von Aussichtstürmen alle Arten von Limikolen, Kraniche, Schwarzstörche und Gänse beobachten. Im Postmoor bei Bargfeld im Naturpark Südheide und im Schweimker Moor in der Region Uelzen bei Bad Bodenteich scharen sich die Kraniche .

    Während der Paarungszeit im März und April lassen sich die männlichen Moorfrösche zu auffälligem Verhalten hinreißen: Sie imponieren den Weibchen durch ihre Blaufärbung. Ein absolut sehenswertes Naturspektakel!


    Ein weiterer Moorebewohner ist das Wollgras. Es verzaubert uns Jahr für Jahr mit einem ganz besonderen Naturschauspiel: Im April und Mai wogt eine weiße Welle aus Wattebäuschen im Frühlingswind über den Mooren und zieht zahlreiche Naturliebhaber an. Es handelt sich um den Fruchtstand des Wollgrases, der umgangssprachlich auch als Wollgrasblüte bezeichnet wird. Das Wollgras gehört zur Familie der Sauergrasgewächse und kommt vor allem an Mooren vor.



    Das Moor im Jahresverlauf – immer anders, immer schön

    Ob im Frühling die sensationelle "Wollgrasblüte", im Sommer die Kreuzotter, die sich in der Sonne wärmt, im Herbst der mystische Herbstnebel oder schneebedeckt im Winter - Die Moore der Lüneburger Heide laden immer wieder zum Entspannen ein. Die Ruhe, die ein Moor ausstrahlt, ist ein Genuss und lässt uns neue Kraft tanken.



    Die schönsten Moore der Lüneburger Heide




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