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Die Heide Natur im Frühling

Was kann man in der Lüneburger Heide im Frühjahr unternehmen?

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Naturerlebnis im Frühling

Endlich Frühling. Die Sehnsucht war groß.


Der Tau blitzt noch auf den Grashalmen, es ist frisch am Morgen. Bald wärmen die ersten Sonnenstrahlen die heidebedeckten Hänge. Vogelgezwitscher kündigt den Frühling an, die ersten Knospen zeigen sich. Wenn eine landschaftlich reizvolle Region, wie die Lüneburger Heide, den Frühling willkommen heißt, geschehen rundherum große Dinge in der Natur.



Jeder Naturliebhaber wartet ungeduldig auf den Beginn des Frühlings, den Beginn der ersten Wanderungen durch die wunderbare Heidelandschaft, die ersten Radtouren entlang der blühenden Wiesen. Der lange Winter ist vorbei und man kann wieder raus in die Natur. Hier hat gerade die Lüneburger Heide mit ihrer einzigartigen Landschaft viel zu bieten.


Wer nur an Heide denkt, denkt zu kurz. Die Natur ist vielseitig und die Lüneburger Heide hat im Frühling einige Spektakel zu bieten, die man vielleicht gar nicht auf der Rechnung hat. Deswegen meinen ja auch die Heidjer, die Bewohner der Heide, dass der Frühling die wohl überraschendste Jahreszeit für die Besucher ist.


Oder haben Sie je von blauen Fröschen, dem Tanz der Kraniche, der Schachbrettblume, oder den tausenden weißen Puscheln gehört?




Was sind die Naturphänomene im Frühling? Was kann ich im Frühling in der Natur erleben?


Die Monate von März bis Mai sind ideal für einen Kurzurlaub in der Lüneburger Heide. Praktisch alle 3-4 Wochen gibt es einen neuen Höhepunkt der Natur.



Blaue Frösche im Moor

März - April

Im März und April können Sie in den Mooren der Heide, vor allem im „Pietzmoor“ bei Schneverdingen und im „Schäfermoor“  im Naturpark Südheide, ein wahrhaft blaues Wunder erleben. Es ist die Paarungszeit der unter Naturschutz stehenden „Moorfrösche“, die hier ideale Lebensbedingungen finden. Das Besondere an der Paarungszeit der Moorfrösche  ist die Blaufärbung der Männchen. Um ihr äußerliche Attraktivität gegenüber dem Weibchen zu steigern, verfärben sich die Männchen zur Fortpflanzung nahezu komplett blau.Wer kann da schon wiederstehen? Mittlerweile lockt das Spektakel, dass nur kurz und bei Sonnenschein stattfindet, tausende Besucher in die Moore der Lüneburger Heide.



Zeit der Zugvögel: Millionen Vögel zu Gast in der Heide

März bis Mai / September bis Oktober

Der Süden der Lüneburger Heide ist sehr wasserreich und ein wahrer "Bahnhof" für die Zugvögel. In den Hauptmonaten herrscht hier ein reges Kommen und Gehen.  Der Vogelzug ist faszinierend und weckt das Interesse vieler Naturliebhaber. An den „Meißendorfer Teichen“ und im „Bannetzer Moor“ im Naturpark Südheide, wo sonst der Seeadler zuhause ist, können Sie von Aussichtstürmen alle Arten von Limikolen, Kraniche, Schwarzstörche und Gänse beobachten. Während der Zeit des Vogelzuges werden sogar Führungen angeboten.   In der „Aller-Niederung“ bei Winsen (Aller) sammeln sich Singschwäne und im „Postmoor“ bei Bargfeld im Naturpark Südheide und im „Schweimker Moor“ in der Region Uelzen scharen sich die Kraniche. 

Unser Tipp: Bei der Vogelbeobachtung sollten Sie Ihr Fernglas nicht vergessen.



Tanz der Kraniche / Brutzeit der Kraniche

März, Mai bis Juli

Die Schönheit der Kraniche und ihre spektakulären Balztänze haben schon in früher Zeit die Menschen fasziniert. Im Frühjahr kehren die Kraniche aus Ihren Winterquartieren zurück und beziehen ihre Nistplätze in den Mooren der Lüneburger Heide. Die Balztänze finden in der frühen Morgendämmerung statt. Im Laufe des März nimmt das Balzverhalten zu und findet in der Paarung seinen Höhepunkt. Es endet in der Regel mit dem Nestbau und der Eiablage. Bis Juli werden dann die Eier gebrütet. Im Naturschutzgebiet „Meißendorfer Teiche“  sowie im „Postmoor“ im Naturpark Südheide oder im „Schweimker Moor“ in der Region Uelzen können Sie die Brutzeit der Kraniche ganz ungestört erleben.



Die Störche sind da

März bis August

Alljährlich Ende März kehren die Störche aus ihren warmen Winterquartieren zurück in ihre bestehenden Brutnester entlang der Aller und beginnen sich zu paaren. Bis Mitte August verweilen die Altstörche mit ihren Jungen im Aller-Leine-Tal und in der Region Celle. Zu dieser Zeit finden sie auf den satten Flusswiesen ausreichend Nahrung. Fast jeder Ort entlang der Aller verfügt über ein Storchennest. Manchmal ist es der Schornstein der Bäckerei, manchmal ein Kirchturm oder ein Bauernhof, auf dem der Storch sein Nest gebaut hat. Das ganze Frühjahr und im Frühsommer ist der Storch überall im Süden der Lüneburger Heide zu sehen.



Tausend weiße Puschel - Wollgrasfruchtstand / Wollgrasblüte

April bis Mai

Als erstes großes Naturereignis des Jahres findet die Wollgrasblüte im April und Mai in den Mooren der Heide statt. Im Pietzmoor  bei Schneverdingen, im Großen Moor bei Becklingen und an den Aschauteichen im Naturpark Südheide, am Grundlosen See bei Walsrode und im Schweimker Moor bei Bad Bodenteich können Sie den spektakulären Fruchtstand des Wollgrases in großem Ausmaß bewundern, den viele auch irrtümlich als Blüte bezeichnen. Das Wollgras gehört zur Familie der Sauergrasgewächse und kommt vor allem in Mooren vor. Eine weiße Welle von Wattebäuschen wiegt im Frühlingswind über die Moore und zieht zahlreiche Naturliebhaber an. Die Moore liegen abgeschieden, so dass Sie nur die Geräusche der Natur hören werden. Beobachten Sie den Fruchtstand des Wollgrases in unserem Wollgras-Barometer. Wir begleiten für Sie ab Mitte April den Wollgrasfruchtstand  und stellen nahezu täglich neue Bilder in das Wollgras-Barometer.



Schachblumenblüte

April bis Mai

Zwischen Ende April bis Anfang Mai blühen im Naturschutzgebiet „Untere Seeveniederung“ die Schachblumen. Die hier herausragenden Vorkommen der Schachblumenbestände haben nicht nur eine  national hohe Bedeutung, sondern sind wahrscheinlich das größte Vorkommen in Mitteleuropa. Von einem Steg aus können Sie dieses deutschlandweit bedeutende Naturschauspiel beobachten.



Laubfroschkonzerte

Mai bis Juni

Recht musikalisch geht es zu in der Region Celle,   im Naturschutzgebiet „Lutter“. Besonders wenn im Mai und Juni in dem naturnahen Fließgewässergebiet der Lutter die heimischen "Musiker" zum "Konzert" bitten: Neben dem zarten Gesang von zahlreichen Vogelarten ertönen hier die hellen Rufe der seltenen Laubfrösche, die ihre „trompetenhaften Stimmen“ meist im Chor zusammen mit anderen Artgenossen vortragen. Das Naturschutzgebiet „Lutter“ bietet den seltenen Laubfröschen ideale Lebensbedingungen.


Bildergalerie

    Aktiv den Frühling entdecken   

    Die frisch zum Leben erweckte Natur lässt sich wunderbar auf einer frühlingshaften Wanderung oder einer Radtour erkunden. Die Temperaturen sind zu dieser Jahreszeit in der Regel besonders angenehm für Aktivitäten im Freien. Was gibt es schöneres als nach langen dunklen Wintertagen die Muskeln wieder in Schwung zu bringen? 
    Oder schließen Sie sich einer unserer vielen spannenden geführten Touren! Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bringen Ihnen die Schönheiten der Heide näher und haben die eine oder andere Anekdote auf Lager.  

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    Blaue Frösche und Froschkonzerte 
    Zur Paarungszeit lassen sich einige tierische Bewohner der Heide zu auffälligem Verhalten hinreißen: Die Kraniche zeigen während der Balz ihren ganz eigenen Tanz. Die männlichen Moorfrösche imponieren den Weibchen durch ihre Blaufärbung. Das ist insbesondere im Pietzmoor ein großes Schauspiel und lockt tausende Besucher an. Denselben Zweck verfolgen die männlichen Laubfrösche in der Südheide mit ihrem musikalischen „Trompetenkonzert“.