Naturschutzgebiet Meißendorfer Teiche

Winsen (Aller)

    Seeadler, Fischadler, Kranich, Rohrdommel und Fischotter – vielleicht schon einmal im Fernsehen gesehen? Wenn Sie die Tiere aber live erleben wollen, müssen Sie einen Abstecher in das Naturschutzgebiet Meißendorfer Teiche machen. Diese fünf Tierarten und viele weitere haben im Gebiet des Naturschutzvorhabens Meißendorfer Teiche / Bannetzer Moor ihren Lebensraum gefunden. Eine Landschaft, die sich zu einem bedeutenden Refugium seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat.


    Das Teichgebiet stellt einen wichtigen Ersatzlebensraum für Tier- und Pflanzenarten dar, die durch die Regulierung und Begradigung der Aller sowie die zunehmende landwirtschaftliche Nutzung in der Allerniederung ihren Lebensraum verloren haben.

    Das Teichgebiet ist insbesondere bekannt für seine reiche Vogelwelt. Etwa 130 Brutvogelarten, davon ca. 40 in ihrem Bestand gefährdete, und über 60 Rastvogelarten konnten nachgewiesen werden.


    Außerdem leben dort ca. 40 Libellen- und über 400 Schmetterlingsarten. Die Teiche beherbergen darüberhinaus eine große Anzahl verschiedener Fischarten, Amphibien und Reptilien. Insgesamt handelt es sich um eines der wertvollsten Feuchtgebiete im Land Niedersachsen.


    Die Meißendorfer Teiche sind ein lohnenswertes Ziel, wenn Ruhe und die Verbindung zur Natur gesucht werden. Die Möglichkeiten, sich an Schönheit und Stille der Landschaft zu erfreuen, sind vielfältig:

    Vom Rundwanderweg um den Hüttensee und seinem Aussichtsturm am Südufer bieten sich weite Einblicke in das Naturschutzgebiet. Die Mitnahme eines Fernglases ist empfehlenswert.


    Innerhalb des Naturschutzgebietes sollen die Tiere in Ruhe und Ungestörtheit leben können, weshalb es nicht betreten werden darf. Von Süden her kommend kann der Wanderer von zwei Aussichtstürmen ebenfalls hervorragende Einblicke in die Teichlandschaft erleben. Informationstafeln erklären die Tierwelt der Teiche.

    Ein Wanderweg durch die Meißeniederung führt zu einem Aussichtshügel, von dem weite Einblicke in die Niederung und auf den renaturierten Abschnitt der Meiße möglich sind.


    Das Gut Sunder beherbergt heute das bekannte, gleichnamige NABU-Naturschutzzentrum. Dort bestehen vielfältige Möglichkeiten zur Information und Weiterbildung.