Natur

2026 – Jahr der Hirten und Weidelandschaften

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Internationalen Jahr der Hirten und Weidelandschaften“ erklärt. Damit rücken sie eine Form der Landnutzung in den Mittelpunkt, die seit Jahrhunderten Natur, Kultur und Artenvielfalt verbindet – die jedoch zunehmend unter Druck gerät.

In der Lüneburger Heide stehen die Heidelandschaften und ihre Heidschnucken im Fokus:

Ergänzend zum Themenjahr der Vereinten Nationen hat die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) die Heidschnucken – begleitet von Hütehunden – zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026 erklärt.

In der Lüneburger Heide sind das die Grauen Gehörnten Heidschnucken – begleitet von Schäfern und Hütehunden. Nicht aus Nostalgie, sondern weil sie lebendiges Kulturerbe sind und einer der Schlüssel für die Pflege unserer einzigartigen Heidelandschaft – ergänzend zu maschinellen und handwerklichen Pflegemaßnahmen.

Sinkende Tierzahlen, weniger Schäferinnen und Schäfer, zunehmende Auflagen und veränderte Rahmenbedingungen machen deutlich:
Diese Form der Landschaftspflege ist keine Selbstverständlichkeit mehr.

Gerade in der Lüneburger Heide wird sichtbar, was auf dem Spiel steht. Hier sorgen Heidschnuckenherden bis heute für offene Heideflächen, Artenvielfalt und jene Landschaft, die viele Menschen als wohltuend, entschleunigend und identitätsstiftend erleben.

Das Jahr der Hirten und Weidelandschaften ist eine Einladung, genauer hinzuschauen:
Wie Landschaft entsteht.
Was sie braucht, um lebendig zu bleiben.
Und welchen Beitrag wir alle leisten können, damit die Heide auch morgen noch gut behütet ist.

Deshalb haben sich für 2026 zahlreiche regionale und überregionale Akteure zusammengeschlossen, um mit Veranstaltungen, Begegnungen und Aktionen zu zeigen, wie wertvoll dieses Zusammenspiel von Mensch, Tier und Landschaft ist.
Von der Grünen Woche in Berlin bis zu regionalen Festen und Auktionen in der Heide wird das Jahr genutzt, um Wissen zu teilen, Wertschätzung zu zeigen – und Zukunftsperspektiven sichtbar zu machen.

Zum Erlebnis rund um die Heidschnucke gehört auch der bewusste Genuss.
Der Erhalt der Herden in der Lüneburger Heide ist nur möglich, wenn die Arbeit der Schäfer Wertschätzung erfährt – auch kulinarisch. Heidschnuckenfleisch ist eine regionale Delikatesse mit einem Geschmack, der eher an Wild erinnert. Die extensive Haltung und das tägliche Weiden der Herden durch die Landschaft machen es zu einem ehrlichen, nachhaltigen Lebensmittel aus der Lüneburger Heide.

Erlebnisse und Informationsangebote – von der Begleitung von Schäfern bei Ein- und Austrieben über geführte Touren zu den Schnuckenherden bis hin zu Ausstellungen und der jährlichen Heidschnucken-Bock-Auktion im Heideort Müden (Örtze) – machen das Thema anschaulich und erlebbar. 
Eine Übersicht finden Sie hier: 

Gottesdienst zum Themenjahr Naturpark Südheide, 14.05.2026 (Himmelfahrt), Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben
Führung mit dem Archäologen Herrn Freese, Südergellersen – Vierhöfen, Mai 2026, Zeit wird noch bekannt gegeben
Aktionstage Wilsede, Verein Naturschutzpark e.V, Aussaat, Schur, Kunst, Mai/Juni 2026, Zeit wird noch bekannt gegeben
Heidschnucken-Bockauktion Müden, 09.07.2026, Zeit wird noch bekannt gegeben
Vernissage zur Kunstausstellung des Albert König Museums, Ausstellung an zwei Standorten
a) in der Wassermühle Müden und b) im Museum Unterlüß, 06.08.2026
Hoffest Tütsberg des Vereins Naturschutzpark e.V., 06.09.2026, Zeit wird noch bekannt gegeben
 
Weitere Möglichkeiten, Heidschnuckenherden in der Lüneburger Heide zu erleben, finden Sie hier