Erlebnisbericht: Ein Tag in Schneverdingen

Faszinationen eines Tages

Schneverdingen
Schneverdingen Heidschnucke
Schneverdingen Austrieb
Schneverdingen Sonnenuhr
Schneverdingen Kirche
Schneverdingen Pietzmoor
Schneverdingen Moor
Schneverdingen Moor Stege
Schneverdingen Moor Landschaft
Schneverdingen Pietzmoor Bohle
Schneverdingen Pietzmoor Wollgras
Schneverdingen Weg
Schneverdingen Tafel

In der Touristinformation Schneverdingen sagte man mir, ich könnte am Besten auf dem Parkplatz Höpen in Schnerdingen parken. Von dort aus ging ich zum Schafstall, wo bereits eine Fahrradgruppe wartetet. Nach kurzer Zeit war auch eine Kindergartengruppe da. Alle warteten wir gespannt auf den Schäfer, der auch bald kam. Er erklärte uns, dass die Lämmer von den Muttertieren getrennt und vorab schon gefüttert werden, sonst würden die Lämmer unterwegs nicht viel zu fressen bekommen. So ein Heidschnuckenaustrieb ist schon ganz spannend. Der Hund des Schäfers hält die Herde immer zusammen. Erstaunlich wie die Heidschnucken aufs Wort gehorchen. Die Herden werden noch traditionell das ganze Jahr über gehütet. Der Schäfer zieht mit seinen Tieren jeden Tag bis zu 12 km durch die Heide. Kein Wunder, dass die Heidschnucken kein Fett ansetzen.

Übrigens: Das Heidschnuckenfleisch hat einen leichten Wildgeschmack ist sehr zu empfehlen.

Nach dem Heidschnucken-Austrieb wanderte ich über den Höpen zum Heidegarten. Das Landschaftsschutzgebiet Höpen liegt am nördlichen Stadtrand Schneverdingens und zeigt die gesamte Bandbreite der Lüneburger Heide auf einer Fläche. Weite Heideflächen und Wacholder, Bienenkörbe und grasende Heidschnucken laden zum Wandern und Verweilen ein. Im Heidegarten findet man 130 verschiedene Heidesorten in ca. 120.000 Pflanzen. Auf dem Aussichturm hat man einen schönen Blick auf die Sonnenuhr bestehend aus einem großen Ziffernblatt aus Heidekraut. Von hier aus gelangt man gut zur „Eine Welt Kirche“, die im Rahmen der Weltausstellung EXPO 2000 in einer Brettstapeltechnik ganz aus Holz errichtet wurde. Das Holz hierfür stammte aus notwendigen Durchforstungen in heimischen Wäldern. Beeindruckend ist auch der Eine-Erde-Altar, in dem sich rund 7.000 Erdproben aus aller Welt befinden.

Mein Tipp: Planen Sie ruhig etwas mehr Zeit ein, denn der Blick lohnt sich! Die Tour dauert ca. 3 Stunden.

Die nächste Station auf meiner Tour war das Pietzmoor. Mein Auto parkte ich am Parkplatz Schneverdingen - Heide Kiosk direkt am Hotel Schäferhof. Ich stärkte mich dort mit einem Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen. Danach startete ich meine Wanderung durch das Pietzmoor. Über einen Rundwanderweg auf Bohlenstegen erkundete ich die faszinierende Flora und Fauna. Wenn man genau hinschaut kann man viele wunderschöne Sachen erleben: blaue Moorfrösche, farbenfrohe Libellen, flinke Eidechsen die den Weg kreuzen und scheue Kreuzotter leben hier friedlich nebeneinander. Und wenn man das Moor im Mai besucht, findet man tausende von weißen Wollschöpfen – denn das Wollgras steht im Fruchtstand. Gelegentlich trifft man auf Wanderer die diese traumhafte Umgebung auch genießen.

Die Pietzmoor Strecke hat viele Informationstafeln und dauert ca. 1,5 Stunden.

Mein Tipp: Bevor Sie ins Pietzmoor gehen machen Sie eine kleine Pause, denn dort finden Sie wenig Sitzmöglichkeiten. Nehmen Sie sich die Zeit um Fotos zu machen, denn die Flora und Fauna ist beindruckend.