Kräuter-Blog: Die Kapuzinerkresse als Schutzmittel für Mensch und Tier

Gesundheit aus dem Garten, mit Rezept für die Naturapotheke

    Kapuzinerkresse ist überraschend vielseitig, ob im Salat, oder als natürliches Antibitikum. Wir haben ein Rezept und viele Informationen zu Kapuzinerkresse.


    Die Autorin  

    Marion Putensen ist zertifizierte Kräuterfachwirtin, NLP Practitioner Coach, sowie Ideengeberin und Gründerin von "Deutschlands erster "WaldKräuterey" im Walderlebnis Ehrhorn im Herzen der Lüneburger Heide bei Schneverdingen. Neben ihrer Tätigkeit als Coach und Dozentin im Bereich der Natur-und Umweltpädagogik, engagiert sie sich in dem Verein WaldKunstwerk e.V als zweite Vorsitzende für den Auf-und Ausbau der Waldmedizin und Waldtherapie und ist Mitglied im internationalen Netzwerk „Gesundheitspotential Wald“. Mit viel Gespür und Herzblut begeistert die Kräuterexpertin und zertifizierte Natur-und Landschaftsführerin neugierige Menschen für das Thema Wald und den Umgang mit Wildkräutern und Heilpflanzen in ihren Seminaren. Für uns schreibt Marion Putensen in regelmäßigen Abständen Beiträge für unseren Kräuter-Blog.



    Kapuzinerkresse zur Stärkung des Immunsystems  

    Im Moment genieße ich es richtig durch meinen Garten zu schlendern und zu beobachten, dass einige Kräuter immer noch so schön sprießen und wachsen, obwohl es langsam herbstlich wird. Eine meiner Lieblingspflanzen ist die Kapuzinerkresse, sie blüht in vielen Farben und verleiht dem Garten ein schönes Farbenspiel. Im Volksmund wird sie auch „Fensterguckerl“ genannt, da sie sich als Rankpflanze an den Fensterbänken empor hangelt. Sie findet überall im Garten ihr Plätzchen, denn sie ist eine nützliche Begleitpflanze, da sie Schwefligen anzieht, die auf Blattläuse benachbarter Pflanzen Jagd macht.


    Von dieser Pflanze habe ich lange was, denn sie produziert fleißig immer wieder neue Blätter, Früchte und Blüten - doch jetzt ist die richtige Zeit um die Vorzüge der Kapuzinerkresse zur Stärkung des Immunsystems in der kalten Jahreszeit zu nutzen.


    Ihren Namen hat die Kresse vom althochdeutschen "cresso" (=scharf), welcher ihr wegen ihres scharfen Geschmack verliehen wurde. Den Zusatz "Kapuziner" bekam die Pflanze aufgrund ihrer Blütenform, die an Mönchskutten des Kapuzinerorden erinnert. Dieser verteilte die Pflanze, deren Herkunftsland Peru ist, bei Mensch und Tier als Schutzmittel und Amulett gegen Viehseuchen und Hexerei. Bald entdeckte man auch ihre volksheilkundlichen Vorzüge sowie die vielfältige Verwendung in der Küche.


    Die Blüten schmücken meinen Sommersalat und verleihen ihm gleichzeitig eine würzige Note. Alle Teile der Pflanze sind essbar: Die Samen kannst Du in Essig eingelegt als falsche Kapern und die gefüllten Blätter als Vorspeise bei einer nächsten Gartenparty servieren.



    Was macht die Kapuzinerkresse eigentlich so gesund?  

    In allen Teilen der Pflanze befindet sich ein Stoff, der wie ein Antibiotikum die Vermehrung von Bakterien verhindert. Antibiotika sind Stoffe, die dazu bestimmt sind, andere Organismen zu zerstören. Die Kapuzinerkresse ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und ist ein bewährtes Mittel zur Blutreinigung, sie fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Ausserdem stimuliert sie die Verdauung und fördert die Durchblutung. Verantwortlich dafür werden die sogenannten Senföle gemacht.Diese wirken hemmend auf Bakterien, Viren und Pilze. Studien haben die antibakterielle Wirkung der Kapuzinerkresse bestätigt und kamen sogar zu dem Resultat, dass die Präparatskombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel die gleiche Heilwirkung wie ein leichtes Antibiotikum erzielen kann. Die Wirkstoffe finden sich in allen Teilen der Pflanze: Stängel, Blätter, Blüten und Samen. Deswegen gilt diese Heilpflanze als natürliches Antibiotikum. Denn sie wirkt bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso gut wie ein synthetisches Antibiotika. Jedoch verursacht sie deutlich weniger Nebenwirkungen.


    Außerdem findet die Kapuzinerkresse Anwendung bei:

    • Infekten der Harnwege
    • Erkältungskrankheiten
    • Wundbehandlung/Desinfektion



    Natürliches Antibiotikum selber machen  

    Kapuzinerkresse Tinktur


    Man kann übrigens die Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotikum recht leicht auch selbst als entzündungshemmende Tinktur herstellen. Dazu übergießt man etwa 100g frische Blätter und Blüten mit 40%igem Alkohol. Zudem gibt man ein etwa 2cm großes Stück Meerrettich hinzu. Dann lässt man die Mischung für zwei 2 Wochen beispielsweise auf der Fensterbank ruhen und schüttelt sie dabei öfters. Schließlich filtert man die Kapuzinerkresse-Tinktur gefiltert und füllt sie ab. Bei den oben erwähnten Beschwerden kann man dann 3x täglich 20 Tropfen einnehmen.



    Hinweis: Ich gebe euch meine Tipps und Tricks weiter, die ich selbst im Alltag lebe. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung vom Facharzt. Zusätzlich können die hausgemachten Heilmittel aber immer auch eine gute Ergänzung sein.