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Foto Tipps für Fotografieren mit dem Handy in den Mooren der Heide

Mit dem Smartphone auf Wollgrasjagd

    Wenn im Mai das Wollgras in voller Frucht steht und sich an den Halmen ein weicher Wollschopf bildet, wird es weiß in den Mooren der Lüneburger Heide. Besonders Hobby- und Profifotografen zieht es dann in die Region, um das spektakuläre Naturschauspiel einzufangen. Wir verraten Ihnen Tricks, wie Sie mit der Handy-Kamera die besten Resultate für Ihre Fotos erzielen. 

    Es ist eines der vielen Naturphänomene in der Lüneburger Heide, das jährlich Tausende Besucher fasziniert - die Wollgrasblüte. Botanisch handelt es sich gar nicht um die Blütephase, denn wenn die Pflanze ihre weißen Wollbüschel bildet, steht sie bereits in voller Frucht und wartet auf den richtigen Windstoß, der ihre Samen im Moor verbreitet. Für das sensible Ökosystem der Moore gehört Wollgras zu den wichtigsten Torfbildern. Naturfreunde und Fotografen finden im Pietzmoor bei Schneverdingen, im Grundlosen Moor bei Walsrode, im Schweimker Moor bei Bad Bodenteich sowie in der Südheide an den Moorflächen Aschauteiche und im Ahrbecktal beste Bedingungen, die Wollgrasblüte zu erleben und zu fotografieren. 


    Auch mit Handy-Kameras lassen sich beeindruckende Fotos schießen. Wir haben sieben Tipps zusammengestellt:



    1. Der beste Ort

    Der ideale Ort für Nahaufnahmen ist das Pietzmoor bei Schneverdingen. Auf einem fünf Kilometer langen Rundparcours spaziert man trockenen Fußes auf Bohlenstegen über das Moor und gelangt dicht an die Wollgräser heran. Wichtig: Die Hochmoorlandschaft steht unter Naturschutz und bietet Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Bitte nicht die Wege verlassen.


    2. Die beste Zeit

    Zum Sonnenaufgang verwandelt sich das Moor in eine mystische Landschaft. Der aufsteigende Morgennebel und das warme Sonnenlicht sorgen für eine ganz besondere Stimmung ergeben spektakuläre Foto-Effekte. Besonderer Tipp: Wenn möglich einen windstillen Tag aussuchen, damit sich die zarten Gräser nicht bewegen und die Bilder verwackeln.


    3. Die beste Einstellung

    Wer seine Fotos später ausdrucken möchte, sollte auf jeden Fall die höchstmögliche Auflösung und Bildqualität des Handys wählen, auch wenn das auf Kosten des Speichers geht. Neuere Handys bieten RAW als Dateiformat an. Dieses empfiehlt sich, wenn die Fotos im Nachgang mit einer Bildsoftware bearbeitet werden sollen. 

    Tipp: Die Belichtung lieber etwas heller einstellen, damit die Fruchtstände des Wollgrases schön weiß und nicht grau erscheinen. 


    4. Die beste Perspektive

    Spannungsreicher werden Fotos, wenn man sie nicht einfach von oben nach unten fotografiert, sondern die Perspektive wechselt. Zum Beispiel auf dem Boden liegend oder kniend von unten nach oben fotografieren und, ganz nach Geschmack, den blauen Himmel als Kontrast zum hinzunehmen. 

    Tipp: Großartige Effekte lassen sich mit Gegenlichtaufnahmen erzielen. Wenn die warme Morgensonne durch die weißen Wollbäusche scheint, leuchten sie in einem zarten Goldton oder mit einem goldenen Außenkranz. 


    5. Die beste Bildkomposition 

    Hilfreich für die Bildkomposition ist es, die Rasterlinien am Handy zu aktivieren, um Symmetrien, Bildebenen und Linien zu erkennen und gezielt zu nutzen. Speziell im Pietzmoor lassen sich die dunklen Bohlenstege sehr gut als Kompositions-Elemente verwenden. Sie führen kontrastreich durch die weiße Wollgrasfläche und bilden eine Linie, die das Foto gliedert und den Blick des Betrachter lenkt.


    6. Die besten Spiegel-Effekte 

    Das Wasser im Pietzmoor ist perfekt geeignet, um mit effektreichen Spiegelungen zu arbeiten. Dabei ist experimentieren angesagt. Ob sich das Wollgras im Wasser spiegelt oder man auf abstrakte Fotos setzt, die sich erst auf dem zweiten Blick erschließen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollte auf den Wind geachtet werden. Ist das Wasser zu bewegt, sind die Spiegelungen nicht mehr zu erkennen.


    7. Der beste Clip

    Wer die gesamte Szenerie im Moor mit Bewegung und Ton einfangen möchte, dreht mit der Videofunktion einen Clip. Wenn nur Vogelgezwitscher zu hören ist und sich das Wollgras im Frühlingswind bewegt, ist das Bewegtbild eine perfekte Ergänzung zum Foto und kann ebenfalls sofort in den Social Media-Kanälen geteilt werden. 

    Tipp: Für einen stabilen Stand sorgen, das Smartphone ruhig halten und bei Schwenks langsam und gleichmäßig bewegen. Eine ruhige Atmung hilft dabei. 




    Viel Erfolg bei Ihren Handyfotos in der schönen Natur der Lüneburger Heide.


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