Leinenpflicht in der Lüneburger Heide

Entspannter Urlaub mit Hund und Kegel in der Lüneburger Heide

    Die Weite der Landschaft, facettenreiche Wanderwege und die Ruhe in der Natur bieten sich für ausgedehnte Wanderungen mit unseren Fellnasen an. Die Heideflächen, an denen wir häufig über viele hundert Meter unseren Hund im Auge behalten könnten, stehen unter Naturschutz und verbieten uns wie in allen anderen Naturschutzgebieten Deutschlands auch, den Vierbeiner laufen zu lassen. Warum eigentlich? Berechtigte Frage, wie wir finden. Für ein besseres Verständnis, haben wir ein paar Gründe aufgezeigt und geben Ihnen ein paar Tipps und Informationsquellen für Ihre Reisevorbereitung.



    Hunde, ihr Jagdinstinkt und unsere 4-beinigen Landschaftspfleger


    Können wir die Hand für unseren Vierbeiner ins Feuer legen, dass er nicht seinem natürlichen Jagdinstinkt oder seiner Neugierde folgt und Heidschnucken, Birkhühner, Hasen und vielen anderen wildlebenden Tieren hinterherjagt? Die Hütehunde der scheuen Heidschnucken dürfen und müssen frei herumlaufen und sind nicht darüber erfreut, wenn ihre 4-beinigen Zeitgenossen ihre Arbeit zunichtemachen und die Herde auseinandertreiben. Nur langsam erholt sich die Herde nach so einem Schrecken und es dauert, bis der Schäfer seine Schützlinge wieder beruhigt hat. Wir können auf die Natur- und Landschaftspfleger nicht verzichten – ohne sie hätten wir längst keine Heideflächen mehr. Sie verjüngen die Heide und fressen die kleinen Kiefern und Birken, damit an diesen Stellen kein Wald entsteht. Innerhalb von 10 Jahren wäre die Heide verschwunden.


    Die Neugierde siegt


    Auch wenn bei dem ein oder anderen Hund der Jagdtrieb nicht ausgebildet ist, siegt die Neugierde, wenn es im Gebüsch raschelt oder sich am Wegesrand etwas bewegt. Vögel flüchten und lassen mitunter ihre Brut allein, die in der Folge schnell auskühlen kann. Stress und Flucht minimieren außerdem die so nötigen Fettreserven der Vögel. Durch das permanente Betreten der Heideflächen verdichtet sich außerdem der Boden, es entstehen Pfade und die Heide zieht sich auch hier zurück.


    Hinterlassenschaften sorgen für unerwünschten Nährstoffeintrag


    Der Schäfer sorgt dafür, dass die Heidschnucken außerhalb der Heideflächen alle 6 Stunden ruhen und verdauen können, um Nährstoffeinträge zu vermeiden. Die Calluna Vulgaris mag nährstoffarme und sandige Böden. Somit ist es wichtig, dass die Hinterlassenschaften der Hunde auch an den Heideflächen eingesammelt werden. Ein weiterer Grund dem nachzukommen ist, dass durch den Hundekot Krankheiten auf die Heidschnucken übertragen werden können.


    Leinenpflicht


    An den unter naturschutzstehenden Heideflächen und den Schutzgebieten besteht eine ganzjährige Leinenpflicht. In den Landschaftsschutzgebieten der freien Landschaft sind Hunde in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli anzuleinen. Um sich umfassend über die jeweiligen Gebiete zu erkundigen, haben wir die wichtigsten Seiten zusammengestellt, aus denen die notwendigen Informationen für eine gute Reisevorbereitung entnommen werden können:

     

     

    Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

    Mit dem Hund in der freien Landschaft

    https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/wald_holz_jagd/wald_und_forstwirtschaft/mit-dem-hund-in-der-freien-landschaft-132036.html

     

    Leinenpflicht in Naturschutz- und FFH Gebieten

    Hier können Sie die Naturschutzgebiete einsehen:

    https://www.naturpark-suedheide.de/natur-und-landschaft/schutzgebiete/

     

    Auf dieser Umweltkarte können die unterschiedlichen Schutz- und FFH-Gebiete eingesehen werden:

    https://www.umweltkarten-niedersachsen.de/umweltkarten/?topic=Natur&lang=de&bgLayer=TopographieGrau&X=5858500.00&Y=573780.00&zoom=8&layers=Naturschutzgebiet,Landschaftsschutzgebiet&catalogNodes=