Rezept: Knuspriges Süßkartoffelbrot

Ein knuspriges Brot mit Süßkartoffeln aus der Lüneburger Heide

    Nicht nur die Heidekartoffel, auch die Süßkartoffel ist ein kulinarisches Highlight der Lüneburger Heide, denn auch sie fühlt sich im hiesigen Boden sehr wohl. Zeit also, leckere Gerichte mit der orangeroten Knolle zuzubereiten!



    Unsere beliebten Heidekartoffeln kennt jeder und hat auch sicherlich jeder schon einmal verspeist, denn etwa 40 % aller gegessenen Kartoffeln in Deutschland stammen aus der Lüneburger Heide! Süßkartoffeln verbindet man aber wahrscheinlich nicht sofort mit unserer Region. Das möchten einige Bauern gern ändern und haben die längliche, orangerote Knolle in ihren Anbau integriert. Einer davon ist Sönke Strampe aus Bad Bevensen. Nach der Übernahme des elterlichen Betriebes 2015 pflanzten er und seine Frau Anna erst kleinere Flächen an, um dann nach einigen erfolgreichen Ernten die Anbaufläche nach und nach auf mittlerweile fünf Hektar Acker zu vergrößern.


    Die Süßkartoffel ist unglaublich vielseitig einsetzbar und erweitert mit ihrem aromatischen, orangen Fruchtfleisch unsere Küche. Das Süßkartoffelbrot ist ein echter Allrounder: Der leicht süßliche, weiche Teig und die knusprige Kruste passen perfekt zu herzhaftem und süßem Belag. Zusammen mit Butter und etwas Heidehonig wird es ein süßer Snack zum Nachmittagstee, und in dicke Scheiben geschnitten und getoastet passt es hervorragend zu Suppe und Salat.



    Süßkartoffelbrot

     

    1 große Süßkartoffel, 400-500 g

    15 g frische Hefe oder 1 Tütchen Trockenhefe – s.a. Tipp unten

    1 EL Rapsöl

    500 g Mehl, Typ 550

    12 g Salz

     

    Die Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden. Mit Wasser bedecken und weichkochen. Vom Kochwasser 4 EL abnehmen und direkt in die Rührschüssel geben. Die Süßkartoffelwürfel abtropfen lassen und glatt pürieren. Lauwarm abkühlen lassen.

    Frischhefe in das abgekühlte Kochwasser bröckeln und auflösen, bei Verwendung von Trockenhefe diese ins Wasser einrühren. Vom Süßkartoffelpüree ca. 350 g abwiegen und mit Mehl und Öl in die Rührschüssel geben. Das Salz obenauf geben. Alles mindestens 5 Minuten gründlich zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend abdecken und 1 Stunde an einem zugfreien Ort gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

    Den Teigballen aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Fläche zu einem runden Brotlaib formen. Mit der Nahtseite nach unten auf ein Stück Backpapier setzen. Für eine schöne, gleichmäßig runde Form können Sie auch ein Gärkörbchen nutzen oder eine Schüssel mit einem Leintuch auslegen, dieses gut bemehlen und den Laib mit der Nahtseite nach oben hineinsetzen. Den Teig etwa 30 Minuten gehen lassen.

    Idealerweise wird das Brot in einer Brotglocke oder einem gusseisernen Topf mit Deckel gebacken; so wird die Kruste besonders knusprig. Topf oder Brotglocke in den Ofen stellen und diesen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Backgefäß sollte gut 20 Minuten aufgeheizt werden. Ohne Brottopf wird einfach ein Backblech mit aufgeheizt.

    Das Brot vorsichtig in das Backgefäß geben, mit etwas Wasser besprühen, den Deckel auflegen und die Hitze auf 230 °C reduzieren. Alternativ den Teigling auf das Backblech setzen und mit Wasser besprühen. Die Hitze hier dann erst nach etwa 10 Minuten reduzieren.

    Nach 30 Minuten Backzeit den Deckel entfernen und das Brot weitere 10 Minuten backen. Herausnehmen und vor dem Anschnitt gut abkühlen lassen.

     

     

    Tipp: Das beste Ergebnis erzielt man mit einer langen Gehzeit und sehr wenig Hefe. Rühren Sie den Teig wie oben beschrieben an, aber nur mit 4 oder 5 Gramm Hefe. Der Teig geht dann über Nacht oder mindestens 8 Stunden an einem eher kühlen Ort. Anschließend zu einem Brotlaib formen und etwa 1 Stunde gehen lassen, bevor das Brot wie beschrieben im Topf gebacken wird.