Die Kraft der vier Elemente

Feuer, Wasser, Erde, Luft - die Kraftquellen aus der Natur


    Die vier Elemente und ihre Bedeutung für Körper, Geist und Seele

    Die Lehre der vier Elemente existiert bereits seit der Antike. Feuer, Wasser, Erde und Luft haben einen enormen Einfluss auf die Balance und Gesundheit unseres Organismus. Sie sind der Ursprung unseres Universums. Daher gilt es auch für uns, die vier Elemente ins Gleichgewicht zu bringen, um Energie, Stärke, Ruhe und Kraft zu erlangen. Wir erklären die Bedeutung der Elemente und geben Ihnen kleine Tipps deren Kraft im Alltag zu nutzen. TIPP: Zusätzlich finden Sie auf dieser Seite pro Element eine Übung aus der Yogapraxis, welche den Körper durch Bewegung und/oder Atmung dabei unterstützt, ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.



    Feuer steht für Selbstvertrauen und Energie, es weckt Tatendrang und Lebenslust. Feuer ist Wärmespender und Lichtquelle. Der bedeutsamste Feuerball ist unsere Sonne. Wenn die Sonne im Sommer im Abendrot versinkt und am Firmament hinter den lila leuchtenden Heidehügeln verschwindet, taucht sie die ganze Landschaft in eine rot-glühende Energie-Zone.

    Extra-Tipp: Lassen Sie sich bei einem Sauna-Besuch so richtig einheizen.


    Übung: Die Feueratmung - Kapalabathi (um das Körper-Feuer anzuheizen)

    Setzen Sie sich in einen entspannten Schneidersitz. Atmen Sie ein paar Mal ruhig aus und ein. Dann atmen Sie durch den Mund alles aus. Nun tief durch die Nase ein und durch den Mund stoßartig ausatmen. Der Bauchnabel zieht kraftvoll Richtung Wirbelsäule. Die Einatmung erfolgt dann durch Reflex, mit dem Entspannen der Bauchmuskeln. Dies ein paar Mal wiederholen. Anfangs fühlt es sich vielleicht merkwürdig an. Machen Sie ruhig eine Pause und probieren Sie es noch ein paar Mal.



    Wasser ist die Quelle allen Lebens. Ein Leben ohne Wasser ist nicht möglich, rund zwei Drittel der Erdoberfläche sind damit bedeckt. Wasser steht für Stärke und Erfrischung. Ein Regenschauer im Sommer, ein stiller See oder ein rauschender Heidebach. Zeit am oder im Wasser ist eine Wohltat für Körper und Seele. Schon Pfarrer Kneipp erkannte die Heilkraft des Wassers und baute seine Philosophie auf 5 Säulen auf. Wasser ist eine der Bedeutendsten. Über Güsse und Bäder gibt es an die 120 Kneippschen Wasseranwendungen. Wassertreten oder Armbäder sind vor allem an warmen Sommertagen ein Genuss. Aber auch das heiße Heilwasser aus den Sole-Quellen in der Lüneburger Heide bietet Entspannung und Ruhe. Besuchen Sie eine unserer drei Heide-Thermen.


    Übung: Vorbeugen (für mehr Flow im Leben)

    Stellen Sie sich aufrecht hin, Füße eine Faust breit auseinander. Einatmen, dabei die Arme gerade über den Kopf heben. Ausatmen, den Körper und die Arme fallen lassen, Beine bleiben gestreckt. Hände auf den Schienbeinen ablegen, wer kann, auch gern auf den Füßen oder auf dem Boden. Alles loslassen, schwer werden. (ganze Vorbeuge)

    Mit der nächsten Einatmung den Rücken in einen rechten Winkel zu den Beinen Bringen, Hände über den Knien ablegen. Der Blick richtet sich nach vorn. Rücken gerade!, die Schultern rollen zurück (halbe Vorbeuge) Mit der Ausatmung wieder zurück nach unten, schwer werden. (ganze Vorbeuge) Einatmen, Hände in die Hüften, mit geradem Rücken hochkommen, Arme über dem Kopf strecken. Mindestens drei Mal wiederholen.



    Erde gibt uns Ruhe und Kraft. Zur Besinnung kommen und die Energie der Erde spüren - das geht vor allem beim Waldbaden. Die nährstoffreichen Erdschichten befinden sich direkt unter uns. Lassen Sie sich erden, umarmen Sie einen Baum, atmen Sie tief ein und nehmen den hölzernen Geruch des Waldes auf, ertasten Sie die warme Erde und die knorrigen Wurzeln barfuß mit den Zehen und spüren Sie mit den Händen das weiche Moos.


    Übung: Tadasana - die Berghaltung (für Verwurzelung und aufrechte Entspannung)

    Stehen Sie mit beiden Füßen parallel und eng nebeneinander. Heben Sie die Zehen an, spreize sie und bringe sie, angefangen beim kleinen Zeh einzeln wieder zurück auf die Erde. Die Arme sind kraftvoll rechts und links entlang des Körpers nach unten ausgestreckt. Das Becken ist leicht nach vorn gekippt. Der Rücken ist lang und gerade, die Schultern zurückgerollt. Der Kopf ist in einer Linie mit der Wirbelsäule, das Kinn minimal Richtung Brust geneigt, der Blick geht entspannt nach vorne. 

    In dieser Position mindestens eine Minute verharren und ruhig und gleichmäßig atmen, die Verbundenheit zur Erde spüren, zur Ruhe kommen.



    Luft verkörpert Leichtigkeit und Freiheit. Frische Luft tut gut, wenn der Wind um die Nase weht und der Sauerstoff durch die Kehle in die Lunge strömt. Einatmen - Ausatmen. Nehmen Sie sich Zeit und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Das bewusste Atmen reduziert Stress und setzt Glückshormone frei. Raus in die Natur und bewusst atmen und genießen.


    Übung: Wechselatmung (Für inneren Frieden, Zufriedenheit und Antrieb)

    Setzen Sie sich im Schneidersitz auf dem Boden, gern mit einem Yogablock oder Kissen unter dem Po. Legen Sie die linke Hand auf dem Knie ab. Nun schließen Sie mit dem Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch und Atmen vier Sekunden lang ein. Vier Sekunden den Atem halten. Dann mit dem rechten Ringfinger das linke Nasenloch schließen und durch das rechte ausatmen, sechs Sekunden lang. Danach tauschen: rechte Hand ablegen, mit dem linkem Daumen linkes Nasenloch beim Einatmen zuhalten, 4 Sekunden halten, dann sechs Sekunden beim Ausatmen mit dem  linkem Ringfinger rechtes Nasenloch zuhalten. Fünf Minuten lang im Wechsel wiederholen.