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Die Hamburger Curiohaus-Prozesse

Celle

NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten
Ausstellung
„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!“, schworen Überlebende des KZ Buchenwald wenige Tage nach ihrer Befreiung.

Die Bestrafung der Verantwortlichen für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen war auch ein wichtiges Anliegen der alliierten Kriegsgegner Deutschlands. Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess fand weltweit Beachtung und gilt als Meilenstein der Rechtsgeschichte. Weniger bekannt ist, dass die Alliierten Hunderte weiterer Prozesse durchführten.

Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der Britischen Zone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt.
Wer waren diese Angeklagten?
Für welche Verbrechen wurden sie zur Rechenschaft gezogen?
Wer waren ihre Opfer?
Und welchen Anteil hatten die ehemaligen Verfolgten an diesen Prozessen?
Darüber gibt die Ausstellung einen Überblick.

Eröffnung:
Donnerstag, 2. Juli 2026, 19 Uhr
Referent:
Lennart Onken, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

Laufzeit:
Freitag, 3. Juli – Sonntag, 20. Dezember 2026

Ort:
Celler Synagoge, Im Kreise 24

Träger:
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

Veranstalter:
Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V.

Foto: Britische Wache vor dem Hamburger Curiohaus, Frühjahr 1946
Foto: A. Klein  / S. Presser (Hans Nesna: Zoo leeft Duitschland op de Puinhoopen van het Derde Rijk, Amsterdam 1946, o. S.)
© British Pathé, 2485.21; Standbild aus einem britischen Wochenschaubericht über den Manstein-Prozess