©Museum Lüneburg

Vortrag der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Lüneburg e.V.
Als der Würzburger Wilhelm Köberlein im Frühjahr 1914 in den Ostsibirischen Kurierzug stieg, um im russischen Wladiwostok eine Stelle bei der Firma Kunst & Albers anzutreten, konnte er nicht ahnen, dass ihn 5 ½ Jahre japanischer Kriegsgefangenschaft erwarteten. Denn nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, als alle deutschen Staatsangehörigen aus Wladiwostok ausgewiesen wurden, reiste der Unterfranke über Japan nach Tsingtau, um sich an der Verteidigung der deutschen Kolonie zu beteiligen. Dort geriet er im November 1914 in Gefangenschaft und konnte erst 1920 wieder nach Deutschland zurückkehren.Die Korrespondenz und das Tagebuch Köberleins aus dieser Zeit sowie eindrucksvolle Fotos sind Grundlage des Vortrages, in dem sich auch das Lager Bandō - auf dem heutigen Gebiet unserer Partnerstadt Naruto - wiederfindet.
