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Schule im Haus – Schule in der Schule

Lüneburg

Vortrag von Dr. Heinrich Bosse

Wie wird Bildung geprägt – und von wem? Diese Frage ist heute noch immer hochaktuell. Angesichts neuer Debatten über Bildungsreformen und staatliche Verantwortung lohnt der Blick in die Geschichte.
Das Elternhaus, die Kirche, der Staat – das sind die drei großen Kräfte, die in der Neuzeit darüber zu bestimmen hatten, wie Kinder ausgebildet werden. Sie haben im Lauf der Geschichte miteinander konkurriert, aber auch zusammengearbeitet. Gerade hier zeigt sich, dass Bildungsgeschichte selten geradlinig verläuft: In einer Bildungsregion wie dem Baltikum mit seinem Gemisch von Nationen und Religionen ergibt das kein ordentliches Bild, kaum eine ordentliche Geschichte. Aber immerhin Geschichten, die man im Geist von Jacob Mikanowski („Adieu, Osteuropa“) erzählen kann.

Dr. Heinrich Bosse, 1937 in Riga (Lettland) geboren, gilt als ausgewiesener Kenner der baltischen Bildungsgeschichte. Er war Akademischer Rat am Deutschen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist seit 1980 Mitglied der Baltischen Historischen Kommission. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Bildungsgeschichte und Öffentlichkeitsgeschichte des 18. Jahrhunderts, darunter die Bildungsrevolution, ständische Bildung sowie baltische Bildungsgeschichte(n).

Der Vortrag richtet sich an historisch Interessierte ebenso wie an alle, die sich vor dem Hintergrund aktueller Bildungsdebatten mit den langfristigen Grundlagen europäischer Bildungsmodelle auseinandersetzen möchten.

Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.