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Erste Erdölbohrung der Welt in der Lüneburger Heide

Erdölmuseum zeigt erstes Bohrloch

    Klein-Texas in der Heide,

    Lüneburg, den 21.08.2009,

    Ungläubiges Staunen erntet der Tourismus-Chef der Lüneburger Heide immer wieder, wenn er Gästen erzählt, dass die erste fündige Erdölbohrung der Welt nicht in Texas oder Dubai, sondern in der Lüneburger Heide stattgefunden hat. „Kaum jemand weiß das, aber alle sind ganz angetan, wenn Sie unser Erdölmuseum besucht haben“, lacht Ulrich von dem Bruch.

    1858/59 bohrte der Geologe Konrad Hunäus in Wietze bei Celle in der Lüneburger Heide erfolgreich nach dem schwarzen Gold.

    Selbst in Texas war man noch nicht so weit. In der Erde gesucht wurde eigentlich Braunkohle, aber bei der Bohrung stieß man in der Tiefe von 35 m auf Erdöl.

    1899 brach dann das Ölfieber in Wietze aus, als man bei einer Bohrung in 270 m Tiefe freifließendes Öl fand. Der Ölboom veränderte Wietze innerhalb weniger Jahre. Die Infrastruktur wurde verbessert, eine Raffinerie wurde gebaut.

    Die Anzahl der Bohrbetriebe nahm rasant zu. So rasant, dass die ganzen Arbeiter in Wietze nicht mehr unterkommen konnten. Der Anteil der Pendler betrug bald 90%. Wietze deckte ca. 80 % der Inlandsnachfrage nach Öl.

    Bis zur endgültigen Stilllegung aller Betriebe 1963 aus wirtschaftlichen Gründen gab es in Wietze 2028 Bohrungen.

    „Wenn man die Bilder von damals und heute betrachtet, ist aus dem industriellen Klein-Texas ein schöner, beschaulicher Heide-Ort geworden“, sagt Ulrich von dem Bruch.

    Heute kann man die Technik der Vergangenheit, die Bohrtürme und die Geschichte im Deutschen Erdölmuseum bestaunen, das 1970 auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes angelegt wurde. Man lernt die verschiedenen Bohr- und Fördertechniken kennen und kann Rohölproben begutachten.

    Grundstock der Sammlung des Deutschen Erdölmuseums sind mehrere Förderanlagen, die bis 1963 auf dem Wietzer Erdölfeld in Betrieb waren und noch heute an ihrer ursprünglichen Stelle stehen.

    „Ein spannendes Thema und heute so aktuell wie nie“, mein Lüneburger Heide-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch, „ich kann jedem nur raten, dieses sehr kurzweilige Museum zu besuchen.“

    Weitere Informationen:

    Deutsches Erdölmuseum Wietze

    Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze

    Telefon +49 5146 - 92341 (Kasse / Information)

    Di bis So geöffnet, Feiertags geöffnet, Mo geschlossen

    März bis Mai 10:00 - 17:00, Juni bis August 10:00 - 18:00, September bis November 10:00 - 17:00

    Eintrittspreise:

    Erwachsene 5,00 €

    Gruppen ab 6 Personen 4,00 €

    Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose und Schwerbehinderte (mit Ausweis) 2,50 €

    Schülergruppen 2,00 €

    Kinder unter 6 Jahren Eintritt frei

    Familienkarte (2 Erwachsene, 4 Kinder bis 16 Jahre) 9,00 €

    Unterkünfte und Last Minute Angebote:

    Lüneburger Heide GmbH, Wallstrasse 4, 21335 Lüneburg,

    Telefon 0700 – 2099 3099, online buchbar unter www.lueneburger-heide.de