Hermannsburg: Große Heidetour im Naturpark Südheide (Tagestour 39 km)

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Hermannsburg: Große Heidetour im Naturpark Südheide (Tagestour 39 km)

    Die  "Große Heidetour" verbindet die schönsten Heideflächen im Naturpark Südheide. Am Rand des Weges sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Vor allem im Monat August, zur Zeit der Heideblüte, ist diese Fahrradtour in der Lüneburger Heide ein landschaftlicher Hochgenuss.

    Von der Misselhorner Heide über die Große Heide, die Schmarbecker Heide und den Wacholder Wald schlägt diese herrliche Radtour einen großen Bogen durch Faßberg und vorbei am Hausselberg. Das einzigartige Landschaftsbild wird durch sanfte Hügel, kleine Täler und herrliche Heideflächen geprägt.

    Unterwegs erfahren Sie an Hand von Informationstafeln, wie die Heide- und Waldlandschaft im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist.

    Spüren und genießen Sie die Ruhe der Natur.


    Wie unsere Vorfahren mit und von der Heide lebten


    Auf den nährstoffarmen Böden der Lüneburger Heide wurde über Jahrhunderte die Heidebauernwirtschaft, ein landwirtschaftliches Bewirtschaftungssystem angewandt. Die Heideflächen wurden gemeinschaftlich als Weide für die Heidschnucken genutzt. Auf einigen Flächen wurden die Heideplaggen zusammen mit dem Humus abgeschlagen und als Einstreu in den Ställen genutzt. In Verbindung mit dem Kot der Tiere entstand ein wertvoller Dünger, der den nährstoffarmen Acker aufwertete und Buchweizen sowie Roggen gedeihen ließ.


    "Sich abplaggen" kommt von den Heidebauern


    Das Heideplaggen war eine körperlich sehr schwere Arbeit, die mit einer "Twicke" ausgeführt wurde. Dabei wurde der stark durchwurzelte Boden in ca. 4 bis 6 cm Höhe abgestochen.


    Aus Heide wird Wald und zurück zur Heide


    Mitte des 19. Jahrhunderts bestand die Lüneburger Heide aus riesigen Heideflächen mit einzelnen Sandblößen dazwischen. Die Waldflächen waren durch Holzeinschlag und starke Waldbeweidung fast vollständig verschwunden.

    1870 wurde Mineraldünger eingeführt und die Heidebauernwirtschaft ging ihrem Ende zu, sie war nicht mehr rentabel. Die Erträge durch die Schnuckenhaltung gingen stark zurück und auch die Heidschnuckenwolle fand nur noch schlecht Absatz, die Baumwolle setzte sich immer mehr durch.

    Hauptsächlich mit Kiefern wurde wieder Wald aufgeforstet und aus der Lüneburger Heide wurde ein Lüneburger Wald.

    Anfang des 20. Jahrhunderts entstand erneut ein Umdenken. Viele Menschen entdeckten die Schönheit der Natur und insbesondere der Heidelandschaft. Die vereinzelt noch vorhandene einzigartige Tier- und Pflanzenwelt sowie die Reste der alten Kulturlandschaft aus der Zeit der Heidebauernwirtschaft sollten bewahrt und wieder ausgedehnt werden.

    Gelungene Beispiele sind die Heidedörfer Schmarbeck, Ober- und Niederohe sowie Gerdehaus und die schönen, ausgedehnten Heideflächen am Schillohsberg und in der Misselhorner Heide.

    Heute kümmern sich hauptsächlich wieder die vierbeinigen Landschaftpfleger, die Heidschnucken, um den Erhalt der Heide.


    Charakteristik

    Länge der Tour: 39 km (ohne Abstecher in die Heideorte Hermannsburg (3,5 km), Müden (Örtze) (2,1 km) und Unterlüß (2,1 km))


    Wegebeschaffenheit: befestigte Radwanderwege, asphaltierte Wirtschafts- und Radwege sowie Waldwege mit sandigen Abschnitten


    Ausschilderung: der ganze Weg ist mit dem abgebildeten Piktogramm gekennzeichnet


    Anfahrt zum Parkplatz Misselhorner Heide:

    Den Parkplatz Misselhorner Heide erreichen Sie über die K 17 Hermannsburg Richtung Unterlüß. Ca. 1,5 km nach dem Ortsausgang Hermannsburg liegt rechts der Parkplatz.

    Position: N 52° 49.40557', E 010° 08.02380'


    Radempfehlung:

    Trekking- / Tourenrad


    weitere Informationen:
    Tourist-Information der Gemeinde Südheide
    Am Markt 3, 29320 Hermannsburg

    Tel. 05052 6574

    www.hermannsburg-urlaub.de
    www.regioncelle.de oder
    www.region-celle-navigator.de


    Streckenverlauf:

    Willkommen auf der Großen Heidetour!

    Diese Fahrradtour führt Sie zu den schönsten Heideflächen im Naturpark Südheide.


    Der Ausgangspunkt dieser Radtour liegt auf dem Parkplatz Misselhorner Heide, wo der Heidepanoramaweg beginnt. In Verbindung mit der großen Heidetour empfehlen wir eine Besichtigung des Ludwig-Harms-Hauses und des Heimatmuseums in Hermannsburg in der Harmsstraße. Von dort aus können Sie die Tour auch beginnen und ca. 2,5 km geradeaus Richtung Unterlüß zum Ausgangsort radeln.


    Der Heide Panoramaweg und Informationen zur alten Kulturlandschaft Heide am Parkplatz Misselhorner Heide stimmen Sie auf die Radtour ein. Erfahren Sie, wie die Heide- und Waldlandschaft im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist und genießen Sie die Ruhe der Natur.


    Von der Misselhorner Heide aus führt der Weg durch die Heidefläche auf den Eicksberg mit Blick über das Tiefental und weiter durch den Wald nach Lutterloh. Östlich von Lutterloh geht es zur Heide am Schillohsberg. Am Wanderparkplatz befindet sich eine weitere Informationstafel zur Heide und gegenüber in der malerischen Heidelandschaft verläuft der HeideErlebnispfad, ein Rundwanderweg zur Kulturlandschaft.


    Bei Neu-Lutterloh folgen Sie ein Stück den Spuren des Mathematikers Carl Friedrich Gauß. In Erinnerung an einen ehemaligen Vermessungspunkt der Gauß’schen Landesvermessung finden Sie hier einen Gedenkstein.


    Nach einigen 100 m auf dem Radweg parallel zur Straße Richtung Unterlüß biegen Sie links vor dem Waldrand ein in den Weg Richtung Große Heide bei Oberohe. Am Rand dieses Heidegebietes wurde früher Kieselgur abgebaut, ein damals wichtiger Bodenschatz der Lüneburger Heide.


    Die Fahrradtour führt weiter zum Wacholderwald in der Dübelsheide, der als größter und schönster Wacholderwald Niedersachsens bekannt ist. Durch Schmarbeck mit seinen historischen Höfen geht es weiter zur Erinnerungsstätte der Luftbrücke in Faßberg.


    Über Hankenbostel zur kleinen Heide bei Gerdehaus läuft die Fahrradtour durch den Wald nach Weesen und von dort über kleine Wirtschaftswege zurück zum Ausgangspunkt an der Misselhorner Heide oder nach Hermannsburg.



    Klicken Sie hier für genauere Informationen zu dieser Tour.


    Etappen