Tagestour: Traumschleife Lüneburger Heide (23,5 km)


©MARKUS TIEMANN, MARKUS TIEMANN LUENEBURG
Wilseder Berg
Symbol des Heidschnuckenweges
Steingrund
Totengrund
Wander-Tage in der Lüneburger Heide
©MARKUS TIEMANN, MARKUS TIEMANN LUENEBURG
Wilseder Berg
Blick in den Totengrund
Heidschnuckenweg
Steingrund
Ausblick vom Wilseder Berg
Lüneburger Heidelandschaft
Entkusseln, Plaggen & Schoppern
Steg über den Radenbach (Heidschnuckenweg)
Herbst auf dem Pastor Bode Weg
Herbstimpressionen am Heidschnuckenweg
Wilsede Speicher
Undeloher Heide Undeloh 07082015
Totengrund-Undeloh-Lüneburger-Heide
Wilseder Berg Undeloh 07082015
360 Grad Ansicht, Radenbachtal, Undeloh

Mitten im größten Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide verläuft diese wohl schönste Tages-Wander-Rundtour durch das einmalige Radenbachtal, über den Heidschnuckenweg mit traumhaften Aussichten ins ursprüngliche Dörfchen Wilsede, zum Totengrund über dem Kammweg hinunter in den Steingrund sowie auf das Wahrzeichen der Lüneburger Heide: den Wilseder Berg.


Tages-Rundwandertour: Totengrund und Wilseder Berg


Alles beginnt am Heide-ErlebnisZentrum

Sie starten am Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh und durchqueren auf dem Heidschnuckenweg, dem 1. Qualitätswanderweg Norddeutschlands, die größten zusammenhängenden Heideflächen Europas. Sollten Sie im Anschluss der Wanderung noch Zeit und Lust haben, lassen Sie sich einen Besuch im kostenlosen Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh nicht entgehen. Hier wird Ihnen die Lüneburger Heide von der Eiszeit bis zur Gegenwart auf anschauliche Weise erklärt. 


Direkt hinter dem Heide-ErlebnisZentrum können Sie die bekannten Heidschnucken besuchen. Ende April/Anfang Mai sind dort auch immer einige frisch geborene Lämmer vor Ort.

Das Radenbachtal

Entlang des Radenbachtals wandern Sie durch eine leicht hügelige Heidelandschaft mit altem Wachholderbestand auf teilweise sandigen Wanderwegen. Beim Zusammentreffen des Heidschnuckenweges auf den Pastor-Bode-Weg, durchqueren Sie das Gehege der Wilseder Roten, eine Kreuzung aus schottischen Highland- und Shorthorn-Rindern. Sie ähneln als "Abbildzucht" den bodenständigen kleinen, roten Heide-Rindern, die bis ins 19. Jhdt. dort heimisch waren. Mit etwas Glück, hält sich die Herde direkt neben dem Wanderweg auf oder passiert diesen.


Weite Sicht

Kurz vor dem historischen Museumsdorf Wilsede genießen Sie den wohl schönsten Blick in die weite, unberührte Heidelandschaft der Undeloher Heide. Dieser Wegabschnitt wurde zu Ehren des Heidepastors Wilhelm Bode benannt. Der Heidepastor gründete den 1. Naturschutzpark in Deutschland und trug damit maßgeblich zum Erhalt dieser einmaligen Kulturlandschaft bei.


Auf diesem Wegabschnitt sehen Sie einige ältere Schafställe und Bienenzäune, die nicht mehr genutzt werden. Am Horizont werden Sie ab und zu Heidschnuckenherden mit Ihrem Schäfer erblicken.


Das historische Heidedorf Wilsede

Im authentischen Heideort Wilsede scheint die Zeit stillzustehen. Das Dorf lädt zu einer Rast ein, bevor Sie weiter zum Totengrund, der überirdischen Naturschönheit, wandern.

Auf dieser Tagestour besteht lediglich in Wilsede und im späteren Verlauf gegen Nachmittag in Heidetal eine Einkehrmöglichkeit. Planen Sie dies bei Ihrer Wanderung mit ein.


Der Totengrund - Das überirdische Tal

Um zum Totengrund zu gelangen, nehmen Sie den beschilderten Freudenthal-Wanderweg hinter der Milchhalle links. Von dort ist es ca. 1 km zum Tal des Totengrundes.

Die Aussichtsplattform über dem Totengrund birgt einen unvergleichlichen Blick in das mystische Tal. Während der Heideblüte im August und September wird der Kessel bildhaft von der lila Calluna überflutet. Der große Findling auf der Aussichtsplattform ist Prof. Andreas Thomsen gewidmet, der 1906 durch Vorkauf den Totengrund für den Verein Naturschutzpark und damit für die Nachwelt sicherte.

Hochgefühl des Glückes

Nun beginnt ein faszinierender Abschnitt auf dem Kammweg rund um den Totengrund. Folgen Sie hier im Uhrzeigersinn dem Hermann-Löns-Weg. Der Weg ist hier etwas anspruchsvoller mit vielen Baumwurzeln und sandigen Passagen. Das Zwitschern der Vögel, davon sprintende Rehe und Hasen und ein warmer Duft von Tannennadeln wirken inspirierend und machen einfach glücklich.


Wenn Sie die Tour etwas abkürzen möchten, können Sie auch vom Totengrund direkt dem Freudentahlwanderweg weiterwandern. Jedoch ist die Passage auf dem Kammweg absolut empfehlenswert.


Der Steingrund

Nach geglückter Umrundung des Tals trifft der Hermann-Löns-Weg auf den Freudenthalwanderweg. Folgen Sie diesem jetzt bis zu Ihrer zweiten Einkehrmöglichkeit ins Heidetal. Der Verlauf führt Sie durch den Steingrund, eine Heidefläche geprägt von einer Vielzahl alter Wacholderbäume und eiszeitlichen Findlingen. Verschnaufen Sie zwischendurch auf einer der zahlreichen Bänke und beobachten Sie die Bussarde über dem Steingrund kreisend nach Beute suchend.


Wilseder Berg - Wahrzeichen der Heide

Im weiteren Verlauf führt Sie der Freudenthalwanderweg durch Mischwald ins Heidetal, wo eine zweite Einkehrmöglichkeit besteht. Hier trifft der Freudenthalwanderweg auf den Heidschnuckenweg. Nehmen Sie diesen in Richtung Wilseder Berg, dem Wahrzeichen der Lüneburger Heide und mit 169 Metern, der höchste Berg in Norddeutschland. Die Aussicht reicht bei klarer Sicht bis zur Silhouette der Hansestadt Hamburg.


Geschafft! - Nur noch ein kurzer Rückweg

Kurz vor dem Gipfel des Wilseder Berges, führt der Freudenthalwanderweg links ins Tal nach Undeloh. Nach dem Sie eine kleine Ehrenrunde auf dem Wilseder Berg absolviert haben, folgen Sie diesem bis zur der Stelle, an dem der Weg in den Wald führt. Dort nehmen Sie den kleinen, sandigen Pfad, der direkt am Waldrand und den Heideflächen entlang führt. Angekommen an der 1. Lichtung treffen Sie auf den Europäischen Fernwanderweg, dem Sie bis nach Undeloh folgen.


In Undeloh laden viele Restaurants dazu ein, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Besonders empfehlen wir Ihnen die Teestube Undeloh, ein kleines und feines Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten in naturnaher Atmosphäre.