Tagestour: Traumschleife Lüneburger Heide (23,5 km)

    Mitten im größten Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide verläuft diese wohl schönste Tages-Wander-Rundtour durch das einmalige Radenbachtal, über den Heidschnuckenweg mit traumhaften Aussichten ins ursprüngliche Dörfchen Wilsede, zum Totengrund über dem Kammweg hinunter in den Steingrund sowie auf das Wahrzeichen der Lüneburger Heide: den Wilseder Berg.


    Tages-Rundwandertour: Totengrund und Wilseder Berg


    Alles beginnt am Heide-ErlebnisZentrum

    Sie starten am Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh und durchqueren auf dem Heidschnuckenweg, dem 1. Qualitätswanderweg Norddeutschlands, die größten zusammenhängenden Heideflächen Europas. Sollten Sie im Anschluss der Wanderung noch Zeit und Lust haben, lassen Sie sich einen Besuch im kostenlosen Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh nicht entgehen. Hier wird Ihnen die Lüneburger Heide von der Eiszeit bis zur Gegenwart auf anschauliche Weise erklärt. 


    Direkt hinter dem Heide-ErlebnisZentrum können Sie die bekannten Heidschnucken besuchen. Ende April/Anfang Mai sind dort auch immer einige frisch geborene Lämmer vor Ort.


    Das Radenbachtal

    Entlang des Radenbachtals wandern Sie durch eine leicht hügelige Heidelandschaft mit altem Wachholderbestand auf teilweise sandigen Wanderwegen. Beim Zusammentreffen des Heidschnuckenweges auf den Pastor-Bode-Weg, durchqueren Sie das Gehege der Wilseder Roten, eine Kreuzung aus schottischen Highland- und Shorthorn-Rindern. Sie ähneln als "Abbildzucht" den bodenständigen kleinen, roten Heide-Rindern, die bis ins 19. Jhdt. dort heimisch waren. Mit etwas Glück, hält sich die Herde direkt neben dem Wanderweg auf oder passiert diesen.


    Weite Sicht

    Kurz vor dem historischen Museumsdorf Wilsede genießen Sie den wohl schönsten Blick in die weite, unberührte Heidelandschaft der Undeloher Heide. Dieser Wegabschnitt wurde zu Ehren des Heidepastors Wilhelm Bode benannt. Der Heidepastor gründete den 1. Naturschutzpark in Deutschland und trug damit maßgeblich zum Erhalt dieser einmaligen Kulturlandschaft bei.


    Auf diesem Wegabschnitt sehen Sie einige ältere Schafställe und Bienenzäune, die nicht mehr genutzt werden. Am Horizont werden Sie ab und zu Heidschnuckenherden mit Ihrem Schäfer erblicken.


    Das historische Heidedorf Wilsede

    Im authentischen Heideort Wilsede scheint die Zeit stillzustehen. Das Dorf lädt zu einer Rast ein, bevor Sie weiter zum Totengrund, der überirdischen Naturschönheit, wandern.

    Auf dieser Tagestour besteht lediglich in Wilsede und im späteren Verlauf gegen Nachmittag in Heidetal eine Einkehrmöglichkeit. Planen Sie dies bei Ihrer Wanderung mit ein.


    Der Totengrund - Das überirdische Tal

    Um zum Totengrund zu gelangen, nehmen Sie den beschilderten Freudenthal-Wanderweg hinter der Milchhalle links. Von dort ist es ca. 1 km zum Tal des Totengrundes.

    Die Aussichtsplattform über dem Totengrund birgt einen unvergleichlichen Blick in das mystische Tal. Während der Heideblüte im August und September wird der Kessel bildhaft von der lila Calluna überflutet. Der große Findling auf der Aussichtsplattform ist Prof. Andreas Thomsen gewidmet, der 1906 durch Vorkauf den Totengrund für den Verein Naturschutzpark und damit für die Nachwelt sicherte.


    Hochgefühl des Glückes

    Nun beginnt ein faszinierender Abschnitt auf dem Kammweg rund um den Totengrund. Folgen Sie hier im Uhrzeigersinn dem Hermann-Löns-Weg. Der Weg ist hier etwas anspruchsvoller mit vielen Baumwurzeln und sandigen Passagen. Das Zwitschern der Vögel, davon sprintende Rehe und Hasen und ein warmer Duft von Tannennadeln wirken inspirierend und machen einfach glücklich.


    Wenn Sie die Tour etwas abkürzen möchten, können Sie auch vom Totengrund direkt dem Freudentahlwanderweg weiterwandern. Jedoch ist die Passage auf dem Kammweg absolut empfehlenswert.


    Der Steingrund

    Nach geglückter Umrundung des Tals trifft der Hermann-Löns-Weg auf den Freudenthalwanderweg. Folgen Sie diesem jetzt bis zu Ihrer zweiten Einkehrmöglichkeit ins Heidetal. Der Verlauf führt Sie durch den Steingrund, eine Heidefläche geprägt von einer Vielzahl alter Wacholderbäume und eiszeitlichen Findlingen. Verschnaufen Sie zwischendurch auf einer der zahlreichen Bänke und beobachten Sie die Bussarde über dem Steingrund kreisend nach Beute suchend.


    Wilseder Berg - Wahrzeichen der Heide

    Im weiteren Verlauf führt Sie der Freudenthalwanderweg durch Mischwald ins Heidetal, wo eine zweite Einkehrmöglichkeit besteht. Hier trifft der Freudenthalwanderweg auf den Heidschnuckenweg. Nehmen Sie diesen in Richtung Wilseder Berg, dem Wahrzeichen der Lüneburger Heide und mit 169 Metern, der höchste Berg in Norddeutschland. Die Aussicht reicht bei klarer Sicht bis zur Silhouette der Hansestadt Hamburg.


    Geschafft! - Nur noch ein kurzer Rückweg

    Kurz vor dem Gipfel des Wilseder Berges, führt der Freudenthalwanderweg links ins Tal nach Undeloh. Nach dem Sie eine kleine Ehrenrunde auf dem Wilseder Berg absolviert haben, folgen Sie diesem bis zur der Stelle, an dem der Weg in den Wald führt. Dort nehmen Sie den kleinen, sandigen Pfad, der direkt am Waldrand und den Heideflächen entlang führt. Angekommen an der 1. Lichtung treffen Sie auf den Europäischen Fernwanderweg, dem Sie bis nach Undeloh folgen.


    In Undeloh laden viele Restaurants dazu ein, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Besonders empfehlen wir Ihnen die Teestube Undeloh, ein kleines und feines Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten in naturnaher Atmosphäre.



    Fakten 


    Länge: 23,5 Km


    Dauer: anspruchsvolle Tagestour, Wanderzeit ohne Pausen ca. 5-6 Stunden. Planen Sie ruhig für die Tageswanderung 8 Stunden ein.


    Wegebeschaffenheit: naturbelassene Wege, teils sandige mit Baumwurzeln durchzogene Wege und Pfade, rund um den Totengrund etwas anspruchsvoller mit leichten Steigungen


    Start- und Zielpunkt: Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh, Wilseder Straße 24, 21274 Undeloh


    Parkplatz: Kutschen-Parkplatz gegenüber dem Heide-ErlebnisZentrum

    Hinweis: kostenpflichtiger Parkplatz (keine vorgeschriebene Höchstparkdauer, gebührenpflichtige Parkzeiten: tägl. 8-18 Uhr 4 Stunden € 1,50, 1 Tag € 3,-). Die erhobenen Parkgebühren kommen der Heidepflege im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zu Gute. 

    Geographische Koordinaten: 53°11'33'' N, 9°58'38'' O


    Anreise-Tipp: Aus Richtung Hamburg über die A7 kommend, nehmen Sie die Ausfahrt Garlstorf und fahren über Nindorf (Wildpark Lüneburger Heide) nach Undeloh. In Undeloh folgen Sie einfach der braunen Beschilderung "Heide-ErlebnisZentrum".

    Aus Richtung Hannover über die A7 kommend nehmen Sie die Ausfahrt Egestorf und folgen der gelben Beschilderung nach Undeloh.


    Besonderheit: die gesamte Route verläuft im autofreien Naturschutzgebiet Lueneburger Heide auf 100% naturnahen Wegen.


    Rundtour-Beschilderung

    Undeloh-Wilsede: Heidschnuckenweg (weißes „H“ auf schwarzem Grund)

    Wilsede-Totengrund: Freudenthalwanderweg (weißes „F“)

    Kammweg Totengrund: Herman-Löns-Weg (Beschilderung auf den Findlingen)

    Totengrund-Steingrund-Heidetal: Freudenthalwanderweg (weißes „F“)

    Heidetal-Wilseder Berg: Heidschnuckenweg (weißes „H“ auf schwarzem Grund)

    Wilseder Berg Richtung Undeloh:

    Freudenthalwanderweg (weißes „F“) bis zur Abzweigung in den Wald, dort den kleinen Pfad am Waldrand parallel zum Freudenthalwanderweg nutzen bis Sie auf den Europäischer Fernwanderweg (E1), weißes „X“ treffen


    Gastronomie-Tipps:

    Undeloh: Teestube in Undeloh, feine Speisen in stilvoller Atmosphäre und Café im Heide-ErlebnisZentrum

    Wilsede: Milchhalle (Selbstbedienung) und Restaurant zum Heidemuseum, traditionelle Heidjer-Küche


    Das müssen Sie probieren: Buchweizen-Schmand-Schnitte im Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh oder in der Milchhalle in Wilsede. Sowie Heidschnuckengrützwurst im Restaurant zum Heidemuseum in Wilsede.


    Hinweis: Nehmen Sie sich ausreichend Wasser für die Wanderung mit. Die einzigen gastronomischen Angebote auf der Rundtour finden Sie in Wilsede (sowie Undeloh). Besonders in der Nebensaison ist es ratsam, zuvor bei den Restaurants anzurufen, ob geöffnet ist.


    Tour in Entgegengesetzter Richtung wandern: Sie können die Tagestour auch entgegen dem Uhrzeigersinn wandern. Der Vorteil: Sie haben die wesentlichen Steigungen am Anfang der Route und beenden mit einem leichten Gefälle in Richtung Wilsede. Außerdem bietet sich Wilsede so nach 2/3 der Wanderung als Einkehrmöglichkeit an.