Bispingen: Der Steingrund im Naturschutzgebiet

Bispingen

    Die typischste Heidefläche der Lüneburger Heide 


    Nicht weit vom Heidedorf Wilsede (30 min zu Fuß), mitten im autofreien Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide, liegen die beiden sehr bekannten Heideflächen Totengrund und Steingrund. Während der Totengrund, auch durch seine Aussichtsplattform, sehr gefragt ist, führt sein Nachbar ein eher beschauliches Dasein.


    Man erreicht den Steingrund, indem man außerhalb des autofreien Naturschutzgebietes in Oberhaverbeck oder Niederhaverbeck parkt und sich von dort aus Richtung Wilsede aufmacht. Kurz vor dem Ortseingang findet sich der Weg zum Grund. Natürlich kann man auch von der anderen Seite, von Undeloh oder Döhle kommen.


    Es bietet sich an, Totengrund und Steingrund miteinander zu kombinieren. Auf einer Höhe führt ein schmaler Wanderweg entlang, auf dem man tolle Aussichten auf den Steingrund hat. Auf jeden Fall sollte man aber auch ein Stück im Tal gehen, denn der Steingrund ist die wohl typischste Heidefläche der Lüneburger Heide. Umgeben von Höhenzügen von ca. 40 m finden sich hier die Heideklassiker wieder: Heide, Wacholder, Bienenzäune, ein Schafstall und jede Menge Findlinge. Ideale Fotomotive, gerade zur Heideblüte.


    Die massigen, dunkelgrünen Wacholder ziehen sich die Hänge herauf und werden von blühender Heide (calluna vulgaris) geschmückt. 


    Neben dem Wanderweg führt übrigens auch ein Kutschweg um den Steingrund. Eine Kutschtour ist ein besonderes Erlebnis, vor allem, wenn die Heide blüht.


    Entstanden ist der Steingrund in der Eiszeit, die auch die abgelagerten Findlinge hinterlassen hat. Daraus entstand der Name. Der Steingrund ist, genau wie der Totengrund, ein Trockental, also ein Tal, das über kein Fließgewässer mehr verfügt.


    In Kombination mit dem Wilseder Berg, einer Mittagsrast in Wilsede und dem Totengrund und Steingrund hat man einen ausgefüllten Tag im Naturpark Lüneburger Heide.




    Es gibt übrigens eine nette Sage um den Steingrund:


    Zwei Riesen kämpften miteinander, einer aus Einem, einer aus Reinsehlen. Während der Riese aus Einem auf Sand als Waffe setzte und die Region um Reinsehlen mit Sand überschüttete, wehrte sich der Reinsehlener Riese, in Staubwolken gehüllt, mit Steinen. Da er vor Staub nichts sehen konnte, warf er die Steine gen Osten, wo er seinen Feind vermutete. Die Felsen flogen aber zu weit und gingen hinter Wilsede zu Boden. Dort krachten sie in ein langes, weites Tal, das bis heute Steingrund heisst.