Heide-Kunst-Tour (ca. 54km)

    Begeben Sie sich auf eine Radtour durch die anregende Kunstlandschaft des Naturparks Lüneburger Heide. Das Zusammenwirken von Mensch und Natur hat die Heidelandschaft geprägt. Künstlerinnen und Künstler reagieren darauf und ermöglichen Ihnen neue Blicke auf dieses spannungsreiche Verhältnis zu werfen. Ihre Werke laden zu aufmerksamer und genauer Wahrnehmung ein.



    Startpunkt ist das "Schnuckendorf" Neuenkirchen in der Lüneburger Heide.


    TIPP 1:

    Springhornhof Neuenkirchen - Bei Streifzügen durch die Heidelandschaft in und um Neuenkirchen stößt der Besucher nicht selten auf Ungewohntes. Aus einem Stein dringen Geräusche, ein Baum steht Kopf und wenn wir in der funkelnden Oberfläche eines mitten im Feld liegenden Spiegels stehen, glauben wir uns zwischen Himmel und Erde zu befinden. Die 38 Außeninstallationen auf der historischen Hofanlage "Springhornhof" bieten einen beispielhaften Querschnitt orts- und landschaftsbezogener Kunst. Ausgerüstet mit einem Lageplan können Sie sich auf einen Radwanderweg begeben, der Sie zu den außergewöhnlichen Außeninstallationen führt.

    Von Neuenkirchen führt die Tour in Richtung Schneverdingen. Viel Schatten spendender Baumbewuchs entlang der Strecke bietet auch im Sommer ideale Radfahrbedingungen.

    Der Heidegarten in Schneverdingen ist ein idealer Platz für eine ausgiebige Radpause.


    TIPP 2:

    Das ganze Jahr hindurch blühen im Heidegarten Schneverdingen rund 120.000 Pflanzen, 130 verschiedene Heidesorten können Sie hier bewundern - eine kleine Sensation.

    Schneverdingen verlassen Sie in Richtung Wilsede. Im 16. Jahrhundert gab es hier nur vier Bauernhäuser. Im 20. Jahrhundert sind weitere Häuser dazu errichtet und restauriert worden wie zwei Gaststätten, eine "Milchhalle", der "Emhoff", reetgedeckte Schafställe und das Heidemuseum "Dat ole Huus", welche zu den ältesten Freilichtmuseen Deutschlands gehören. Der 1742 erbaute, in Teilen aber noch deutlich ältere Heidehof wurde 1907 von Hanstedt/Nordheide nach Wilsede versetzt, um als Museum zu dienen und das typische Lebens- und Arbeitsumfeld der "Heidjer" zu bewahren.


    TIPP 3:

    Das Heidemuseum "Dat ole Huus" ist 1762 erbaut und ist eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Hier kann man lebensnah sehen, wie die Heidebauern noch um die Jahrhundertwende lebten und arbeiteten.

    Vorbei an einem Ursprungsgebiet des Naturschutzes, dem "Totengrund", über die Heidehochfläche "Auf dem Töps" führt Sie Ihre Kunstradtour nach Hanstedt. Im Ortsteil Dierkshausen lebte und arbeitete seit 1958 der Bildhauer Max Schegulla. In Hanstedt treffen Sie auf eines seiner Kunstwerker, den "Riesen Bruns" und in der Evangelischen Kirche ist ein Holzrelief Schegullas mit der Darstellung der Taufe Jesu zu bewundern.

    Südlich von Jesteburg, mitten im Wald gelegen, erreichen Sie die Kunststätte Bossard.


    TIPP 4:

    Mit dem einzigartigen Gesamtkunstwerk der Kunststätte Bossard verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen.

    Eine andere Kunstgattung ist mit dem 30 km südlich von Hamburg gelegenen Ort Bendestorf verbunden.


    TIPP 5:

    Filmuseum Bendestorf - Nach Kriegsende wurden in Bendestorf zahlreiche Kino- und Fernsehfilme gedreht. Filme wie "Die Sünderin" mit Hildegard Knef, "Ave Maria" mit Zarah Leander und "Heideschulmeister Uwe Karsten" mit Claus Holm entstanden hier. Das Filmmuseum zeigt die Filmtechnik der frühen Nachkriegsjahre wie Kameras, Scheinwerfer und Schneidetische. Plakate, Szenenbilder, Original-Drehbücher und Autogramm-Bilder der Schauspieler runden die Ausstellung ab.


    In Bendestorf endet die Heide-Kunst-Tour. Von hier aus haben Sie die Möglichkeit, die Tour zurück zum Ausgangspunkt nach Neuenkirchen zu radeln. Zwischen Holm und Schneverdingen können Sie eine etwas kürzere Alternativstrecke wählen, die über Inzmühlen, Wehlen und Wintermoor nach Schneverdingen führt.