Erlebnisbericht: Frühlingswandern von Niederhaverbeck nach Wilsede

Besondere Eindrücke einer traumhaften Wanderstrecke

    Auch wenn die Heidepflanzen noch nicht im satten Lila standen wollte ich zu dieser Jahreszeit die Wanderung durch den Naturpark Lüneburger Heide machen. Es war ein sonniger Maitag. Meine Wanderung begann in Niederhaverbeck und ging über den Wilseder Berg nach Wilsede. Über den Totengrund ging es zurück nach Niederhaverbeck.

    Start meiner Wanderung war der große Parkplatz in Niederhaverbeck. Dort kann man wirklich gut und günstig parken. Entlang der Pferdeweiden durch den grünen Wald kam ich auf traumhaft ruhige Pfade. Nur das Vogelgezwitscher war zu hören. Ich suchte mir eine Bank und machte ein kleines Picknick. Es waren kaum Wanderer zu sehen und so konnte ich mein Frühstück in Ruhe geniessen und mir den Wind um die Ohren wehen lassen. Sitzmöglichkeiten sind übrigens in Etappen immer zu finden.

    Die zweite beeindruckende Station auf meiner Route war der Wilseder Berg mit 169 m als Mittelpunkt des Naturparks Lüneburger Heide. Oben angekommen, erwartete mich ein unvergesslicher Blick auf die Weite der Heideflächen mit den vielen Wacholderbüschen. Man kann erahnen wie wundervoll es im satten Lila der Heideblüte von August bis September schimmern muss.

    Die dritte Station war das verträumte Örtchen Wilsede. Hier habe ich die bisherigen Eindrücke bei einem kulinarischen Stopp wirken lassen. Man findet hier „Dat ole Huus“, den „Emhoff“, den „Andachtsraum zum Jakobusweg“, den „Museumsladen“, die „Milchhalle“ und einiges mehr. Ich entschied mich eine heidetypische Spezialität zu kosten, die Heidschnucken-Bratwurst, die ich jedem empfehlen kann.

    Der Rückweg ging von Wilsede über den Totengrund nach Niederhaverbeck. Nur schwer ist dieser Augenblick in Worte zu fassen, als ich in die Tiefe des Totengrundes schaute. Ich war fasziniert. Dieses mystische Tal mitten im Naturpark ist für mich eine der schönsten Heideflächen überhaupt. Über die Herkunft des Namens "Totengrund" gibt es wohl mehrere Annahmen. Sicher ist aber, das es der wohl beindruckendste Punkt des Naturschutzparks Lüneburger Heide ist.

    Auf der Rücktour traf ich auf einen Schäfer mit seiner Heidschnuckenherde. Scheuen Sie sich nicht dem Schäfer Fragen zu stellen, die gern beantwortet werden. Wer nicht ganz so viel wandern möchte oder kann, dem empfehle ich eine Strecke nach Wilsede zu wandern und die Rücktour mit der Kutsche zu fahren, denn der Kutscher kann Ihnen viel über das Naturschutzgebiet erzählen. Ab und zu erzählt er auch gern einmal aus dem Nähkästchen. Für die Kutschfahrt benötigt man ca. 45 Minuten.

    Die ganze Tour dauerte ca. 5 Stunden. Ich war total von den Eindrücken verzaubern und kann nur jedem empfehlen diese Wanderung zu machen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

    Mein Tipp: Nehmen Sie ausreichend Getränke und etwas zu Essen mit, denn es gibt viele Möglichkeiten um ein kleines Picknick zu machen.


    Parken: Das Auto können Sie auf dem Besucherparkplatz in Niederhaverbeck parken. Der Heideort Wilsede liegt im autofreien Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und darf nicht mit dem Auto angefahren werden.