Euer Ehren, Heidschnuckenweg, Prädikat: "quasi unverlaufbar!"

Wie wird man eigentlich Qualitätswanderweg vom Deutschen Wanderverband?

    Wir waren bei der Schulung zum Bestandserfasser vom Deutschen Wanderverband dabei und fanden es heraus.

    Was mancher Fernwanderweg sich vielleicht heimlich erträumt, hat der Heidschnuckenweg schon erreicht: eine Zertifizierung vom Deutschen Wanderverband zum „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Doch wie erlangt ein Weg eigentlich diese ehrenvolle Auszeichnung?


    Wanderwege auf dem Prüfstand

    Ist der Wegeuntergrund natürlich oder doch eher asphaltiert? Findet sich am Wegesrand eine nutzerfreundliche Markierung mit guter Beschilderung? Ist die Landschaft abwechslungsreich und finden sich gar überregionale Sehenswürdigkeiten? All diese und viele weitere Fragen stellt sich Liane Jordan, Mitarbeiterin des Deutschen Wanderverbands, wenn sie sich aufmacht, um einen Wanderweg zu prüfen und im besten Fall als Qualitätsweg auszuzeichnen.


    ...und der Heidschnuckenweg ist mit dabei

    Unser 223 Kilometer langer Heidschnuckenweg von Hamburg-Fischbek bis Celle hat sich der Herausforderung gestellt und ist 2012 zum Qualitätsweg zertifiziert worden. Hut ab! 2015 stand nach drei Jahren die Nach-Zertifizierung an, die der Weg ebenfalls erfolgreich durchlief. Damit der Heidschnuckenweg auch 2018 wieder seine Urkunde als Qualitätsweg erhält, werden Bestandserfasser ausgebildet, die mit Karte und Kriterienkatalog bewaffnet den Weg abwandern und die Wegequalität messen.


    Das erfreut das Wanderherz

    Somit bekommt der Weg alle drei Jahre vom Deutschen Wanderverband seine hohe Qualität attestiert. Der Wanderer kann sich sicher sein, dass der Weg durchgehend gut beschildert ist. „Verlaufen kann man sich eigentlich nur, wenn man mit der Wanderbegleitung intensiv ins Gespräch vertieft ist“, witzelt Liane Jordan. Denn eine gute Beschilderung gehört zu den Kernkriterien, die ein jeder Qualitätsweg auf jeden Fall erfüllen muss. Darüber hinaus müssen weitere Punkte aus unterschiedlichen Kategorien gesammelt werden. Zum Beispiel erfreut es den Wanderer, wenn er gastronomische Einkehrmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vorfindet. Auch wirken sich attraktive Naturlandschaften, kulturelle Sehenswürdigkeiten und spektakuläre Panorama-Aussichten positiv auf das Prüfungsergebnis aus.


    Ein Festival der Sinne

    Heidschnucken am Wegesrand geben leider keine Extrapunkte. Aber der Heidschnuckenweg, mit seiner guten Infrastruktur, seiner vielfältigen Landschaft, den vielen atemberaubenden Aussichten, Heideflächen, Wald- und Flusslandschaften und den idyllischen Heideorten, kommt auch so auf die benötigte Punktzahl. Wandern auf dem Heidschnuckenweg ist wahrhaft ein Festival der Sinne!

     

    //FACTS//

    Haben Sie Lust bekommen, den Heidschnuckenweg oder einzelne seiner 14 Etappen zwischen Hamburg-Fischbek und Celle zu erwandern? Etappen, Unterkünfte und alle weiteren Informationen zur Planung Ihrer Wanderung auf dem Heidschnuckenweg finden Sie auf www.heidschnuckenweg.de.


    Soll Ihr Gepäck nicht mitwandern, sondern abends schon im Hotel auf Sie warten? Kein Problem, am Heidschnuckenweg gibt es attraktive Arrangements zum Wandern ohne Gepäck.


    Aktuelles zum Heidschnuckenweg 

    Kein Zutritt mehr für Hunde auf Großviehkoppel bei Döhle


    Zum Schutz der Weidetiere ist die Großviehkoppel bei Döhle am Pastor-Bode-Weg nicht mehr mit Hund zu betreten. Deswegen wurde der Heidschnuckenweg an dieser Stelle verlegt: Von Wilsede über den Pastor-Bode-Weg kommend links abbiegen auf den Mätzig-Weg und dann über die nächste Brücke Richtung Undeloh. Diese Route ist ein wenig kürzer – statt rund 900 m nur rund 600 m.


    Die neue Strecke ist direkt am Weg markiert.



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