Das Uelzener Becken

Fruchtbares Land von der Eiszeit geprägt

    Im Osten der Lüneburger Heide, rund um die Heidestadt Uelzen, überrascht das „Uelzener Becken“ mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Das Landschaftsbild ist geprägt von einer fruchtbaren Ackerlandschaft umgeben von eiszeitlichen Endmoränen mit Heiden und Kiefernwäldern.
    Die Landschaft des „Uelzener Beckens“ wurde durch die Eiszeit geprägt. Mit ihrem natürlichen Reichtum an kleinen Fließgewässern, Bruchwäldern, Mooren und vereinzelten Heideflächen bietet sie Ihnen ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Vogelarten wie der Eisvogel, Gebirgsstelze, Pirol, Kleinspecht und Nachtigall sind hier zu Haus. In der Vogelfreistätte „Jastorfer See“ können Sie von einem Beobachtungsturm, der gut verborgen in den Ufergehölzen des Nordufers liegt, seltene Wasservögel in der freien Natur beobachten. Damit Sie die Vogelarten unterscheiden können, informiert eine Tafel über die regelmäßig vorkommenden Vogelarten. Eine Besonderheit sind auch die mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) entstandenen Radtouren. Insgesamt sechs ausgewiesene Strecken leiten Ihnen den Weg in die schützenwerte Natur.

    FFH-Naturschutzgebiet Ilmenau
    Der nach Norden offene Kessel des „Uelzener Beckens“ wird von der Ilmenau durchflossen. Sie ist das mit Abstand größte und wichtigste Gewässer der Lüneburger Heide. Mit ihren Nebenbächen und Auen ist sie zugleich Namensgeber eines 54 Quadratkilometer großen, europäischen Naturschutzgebietes. Der 123 Kilometer lange Ilmenauradweg ist ein ganz besonderer Naturerlebnisradweg, der Sie durch das Flora-Fauna-Habitat-Naturschutzgebiet führt. Er begleitet den  Heidefluss von seinen Quellbächen bis zur Einmündung in die Elbe. Unterwegs vermitteln Übersichtstafeln, Aussichtsstände und andere Elemente spannende Informationen zu Naturschutzthemen und den Lebensräumen der  Tiere und Pflanzen. Auch mit dem Kanu oder bei einer Wanderung lässt sich die Landschaft entlang der Ilmenau wunderbar erkunden.

    Fruchtbarer Heideboden umgeben von eiszeitlichen Endmoränen
    Das „Uelzener Becken“ wird aufgrund seines fruchtbaren Bodens auch als der „Fettfleck“ der Lüneburger Heide bezeichnet. Die Böden weisen einen hohen Lehmanteil auf, dem die Region seine Fruchtbarkeit zu verdanken hat. Daher wird hier das Landschaftsbild überwiegend von Ackerland geprägt. Die schmackhafte Heidekartoffel, Zuckerrüben, Gemüse und Getreide sind die Schätze der Ackerbauern. Umgrenzt wird das Uelzener Becken von Endmoränen. Diese Relikte der Eiszeit sind durch wallartige Aufschüttungen von Gesteinsmaterial am Ende eines Gletschers entstanden. Kiefernwälder bestimmen das Bild der Uelzener Endmoränen und laden zu ausgiebigen Wanderungen ein.

    Ellerndorfer Wacholderheide
    Ein besonderes Schmuckstück ist die Ellerndorfer Wacholderheide. Helle Birken und teilweise 100-jährige Wacholderbüsche durchziehen das rund 70 ha große Areal. Ein herrliches Landschaftsbild, das Naturfreunde zu jeder Jahreszeit begeistert! Am schönsten ist die Heide zur Blütenzeit in den Monaten August und September. Dann zieht auch der Schäfer mit seiner über 1000 köpfigen Herde vor Ort seine Runden. Ein besonderer Tipp ist die Teilnahme an einer geführten Mondscheinwanderung, wenn die einsetzende Dunkelheit der Landschaft einen ganz besonderen Zauber verleiht.