Lüneburg: Das schwangere Haus

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Lüneburg: Das schwangere Haus

Lüneburg

    Lüneburgs "schwangere Mauern"


    In der Waagestraße in Lüneburg kann man eine absolute Besonderheit besichtigen: Das schwangere Haus.


    Warum sind die Mauern dickbäuchig?

    Die bauchige Form der Hauswand entsteht durch Aufnahme von Feuchtigkeit. Als man seit dem 12. Jahrhundert Häuser aus Backstein baute, benutzen die Lüneburger den Gips und Anhydrit des Kalkberges als Kalkmörtelersatz. Dringt Luftfeuchtigkeit der Innenräume, Regen- oder Grundwasser in das Mauerwerk ein, beginnt ein chemischer Prozess im Mauerwerk.


    In der feuchten, kalten Außenwand reagiert der Anhydrit unter Volumenzunahme zu Gips, während in der warmen, trockenen Mauer im Gebäude keine Reaktion abläuft. So wachsen die Mauern an der Außenseite.


    Da die Quellung nicht stark genug ist, um das ganze Haus anzuheben, drückt sie die äußere Ziegelschicht nach außen und bildet einen "Bauch".


    Neben dem "Schwangeren Haus"

    Direkt neben dem "schwangeren Haus" befindet sich das Geburtshaus des Komponisten Johann Abraham Peter Schulz. Er ist der Urheber von bekannten Melodien, wie "Der Mond ist aufgegangen" und "Ihr Kinderlein kommet". Eine Gedenktafel am Haus erinnert heute an den Komponisten.

    Karte
    Standort
    Waagestraße
    21335 Lüneburg

    Telefon
    Tourist-Information 0800 / 220 50-05

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