Die Busenklingel in Lüneburgs Altstadt

Lüneburg

    Kultur hat auch Humor. So zum Beispiel lässt sich folgendes Gedicht von Goethe, der sogenannten Busenklingel in der Lüneburger Altstadt zuordnen.


    Die Haustürklingel an der Wand,

    der Mädchenbusen in der Hand -

    sind beides Dinge wohlverwandt.

    Denn, wenn man beide leis`berührt,

    man innen drinnen deutlich spürt,

    dass unten draußen einer steht,

    er sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht...


    Aber was hat ein Mädchenbusen mit einer Haustürklingel zu tun?


    Tatsächlich gibt es in der Altstadt, ziemlich genau gegenüber des Haupteingangs der St. Michaeliskirche, Haustürklingeln in Form zweier Busen zu finden. Warum die Haustürklingeln, wie zwei Busen aussehen, lässt sich nur erahnen. Elektrische Klingeln gab es zu Goethes Zeiten noch nicht und mit einer zarten Berührung der Klingel, war es demnach nicht getan. Man musste schon kräftig an der Türglocke ziehen oder eine Klingel drehen, um Einlass zu bekommen. Bei einem Mädchenbusen ist das nicht so förderlich für den genannten Zweck. Vielleicht sollten die Männer üben?


    WICHTIGER HINWEIS: Bitte nicht klingeln!