Celle: Stechinelli-Haus

Celle

    Das eindrucksvolle, große Haus mit der Adresse Großer Plan 14 in Celle trägt seinen Namen nach dem herzoglichen Hofagenten und General-Erbpostmeister Francesco Stechinelli (1640 - 1694).


    Es bestand aus ehemals zwei Häusern, die zwischen 1531 und 1541 erbaut wurden. 1668 wurden die Häuser durch einen Brand vernichtet. 1675 überlies Hofrat Dr. Beryger seinem Schwiegersohn Stechinelli den Neubau. 1795 wurde es dann in der heutigen, klassizistischen Form umgebaut vom Wachsfabrikanten Jacob Chr. Lampe.


    Nach dem Tod Stechinellis 1694 in Celle wurde das Haus Schauplatz mehrerer Berühmtheiten. 1830 besuchte Paganini das Haus, 1836 Johannes Brahms.


    Stechinelli hiess eigentlich Francesco Maria Capellini und wurde 1640 in Rimini als Spross eines Adelsgeschlechts geboren. Den Spitznamen "Stechinelli", was übersetzt "Zahnstocher" bedeutet, erhielt er wegen seiner dünnen Beine.


    Stechinelli lernte als Junge in Rom Georg Wilhelm von Calenberg-Hannover kennen, der ihn später mit zu sich nahm. Das war der Beginn einer großen Karriere, die als General-Erbpostmeister und mit der Erhebung in den Reichsadelsstand durch Kaiser Leopold I. endete. Ab dann hiess die Familie "von Wickenburg", von der man heute noch in Wietze-Wieckenberg das Gut und die berühmte Stechinelli-Kapelle bewundern kann.