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HEIDE- Insider Stadt #5: Gott, was sind das für Buden?

Gottesbuden oder Sozialwohnung?

    Ein stiller Ort, unter einem uralten Spitzahorn, umgeben von jahrhundertealten Fachwerkgiebeln, mit Backsteinen im Klosterformat, kleinen bleiverglasten Fenstern unter schmückenden Tausteinbögen, winkligen Außentreppen, Kopfsteinpflaster, vom kleinen Kräuter-Gärtchen ein Blick auf St. Nicolai. 


    • Was sind das für Buden?
    • Und was befindet sich heute in diesen Buden?



    Die Gottesbuden

    Lüneburg erlebte im Mittelalter eine wahre Blütezeit des Handels. Es gab viele wohlhabende Kaufleute, die sich ein Leben voller Annehmlichkeiten im Diesseits gönnten. Doch wie konnten sie für die Zeit nach ihrem Ableben vorsorgen und sich ein angenehmes Leben im Jenseits schaffen?


    ...ein Sparbuch im Mittelalter?

    Nun ist es nicht so, dass diese Kaufleute sich ein Sparbuch anlegten und jeden Monat einen Betrag einzahlten. soweit ging es im Mittelalter dann doch noch nicht.


    ...ein guter Platz im Jenseits

    Nur wie sicherte man sich einen guten Platz im Jenseits, um alle Annehmlichkeiten aus dem Diesseits auch weiterhin zu genießen?


    ...Wohltätigkeit

    Die reichen Kaufleute stifteten ihr Geld für wohltätige Zwecke. Auf diese weise entstanden auch die Gottesbuden in einem Hinterhof der Rote-Hahn-Straße in Lüneburg.


    ...Bude gegen Beten

    Die kleinen Häuschen dienten bedürftigen als Unterkunft. im Gegenzug waren sie dazu verpflichtet, ihren Gönner ins Gebet einzuschließen und für sein Seelenheil zu beten. Daher der Name Gottesbude.


    ...was befindet sich heute in den Buden?

    Auch heute noch ist der Hof erhalten. Heutiger Eigentümer des Roten Hahns ist die Lüneburger Bürgerstiftung. Durch sie kann der wohltätige Zweck auch für die Gegenwart und Zukunft gesichert werden. Denn heute leben immer mehr Künstler, die noch kein großes Einkommen erwirtschaften, in den pittoresken Wohnungen,



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