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Eschede, Naturpark Südheide: Wo Jafelbach und Lachte sich küssen

    Die Wanderung des Rundwanderweges W22 "Wo Jafelbach und Lachte sich küssen" führt in das Niederungsgebiet südöstlich von Metzingen, in dem der Jafelbach in die Lachte mündet.

    Das Naturschutzgebiet "Lachte"


    Die abwechslungsreiche Landschaft ist Teil des im Jahre 2009 ausgewiesenen Naturschutzgebietes „Lachte“, das Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystemes Natura 2000 ist.


    Der Verlauf der Lachte

    Die Lachte ist ein über 37 km langer rechter Zufluss der Aller. Sie entspringt im Norden des Landkreises Gifhorn südwestlich von Sprakensehl. Südöstlich von Metzingen mündet der Jafelbach in die Lachte. Bei Jarnsen fließt die Lutter, bei Beedenbostel die Aschau in die Lachte. Diese fließt weiter über Lachendorf und mündet bei Lachtehausen in die Aller. Die Ortsnamen der beiden Ortschaften künden von der Bedeutung der Lachte bei der Gründung der frühen Siedlungen.


    Wertvoller Lebensraum

    Der Lachte und ihren zahlreichen Zuflüssen und Nebenbächen kommt eine hohe Bedeutung für den Naturschutz zu. Es handelt sich um weitgehend unverbaute Bäche mit naturnahem schlängelnden Verlauf, einem kiesigen Bachbett und hoher Wasserqualität. Viele gefährdete und geschützte Pflanzen- und Tierarten sind nicht nur in den Bächen selbst anzutreffen, sondern auch auf Wiesen und Weiden sowie in Mooren und Wäldern entlang der Gewässerläufe.

    Heimisch in den Bächen selbst sind unter anderem

    • Bachforelle

    • Groppe

    • Steinbeißer

    • Bachneunauge

    Ihr Jagdrevier haben hier

    • Fischotter
    • Schwarzstorch
    • Eisvogel


    Das knapp 500 km große Einzugsgebiet der Lachte ist zu großen Teilen in Form von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten geschützt. Zudem sind die Heidebäche als Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiet „Lutter, Lachte, Aschau“ Teil des europäischen Schutzgebietssystemes Natura 2000.


    Welche Besonderheiten erwarten Sie noch auf diesem Rundwanderweg?


    Die aus Steinhorst kommende Lachte, die ihr Quellgebiet zwischen Auermühle und Sprakensehl hat, und der in den ausgedehnten Waldgebieten östlich von Steinhorst entspringende Jafelbach haben sich nach der Eiszeit eigene Täler in die hügelige Landschaft der Südheide gegraben und zeigen hier noch einen naturnahen Verlauf.


    Der Wechsel von Anhöhen und Niederungen begünstigte die Entstehung vielfältiger Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Neben den Heidebächen entwickelten sich auf feuchten Standorten Moore und Bruchwälder. Dort, wo das Grundwasser seit jeher nahe der Erdoberfläche ansteht, bot es sich an, Fischteiche anzulegen, die an der Lachte in großer Zahl vorhanden sind und teilweise heute noch bewirtschaftet werden.

    Das kleine Heidedorf Metzingen hat seinen alten Ortskern mit mehreren Bauernhöfen bis heute bewahrt. Der alte Baumbestand der Hofanlagen unterstreicht die ländliche Atmosphäre. Zwei besonders alte Linden sind als Naturdenkmal sehenswert.

    Das Wichtigste der Tour in Kürze

    • Naturschutzgebiet "Lachte"
    • als Naturdenkmal geschützte Linden in Metzingen
    • uriges Heidedorf Metzingen mit alten Hofanlagen
    • Flusstäler von Lachte und Jafelbach
    • Mündung des Jafelbaches in die Lachte

    Charakteristik

    Länge der Touren

    Die beiden Touren des Wandergebietes W22 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet und die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis.

    Streckenprofil
    Die Wanderung führt auf teils schmalen Wegen entlang weiter Wiesen und durch kleinere Waldgebiete, über Flüsse und entlang einiger Fischteiche.


    Ausgangspunkt

    Vom Wanderparkplatz am Ortsrand von Metzingen werden 2 unterschiedlich lange Wandertouren angeboten.

    Anfahrt zum Parkplatz „Metzingen”

    In Metzingen befindet sich der Parkplatz am Ortsausgang

    in Richtung Steinhorst in der Straße „Am Osterberg“.

    Position: N 52° 40.63668', E 010° 23.03244'


    Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch im Region Celle Navigator.


    Etappen