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Tagestour: Naturpark Südheide - Im Land der Esche

    Wandergebiet W 19 Naturpark Südheide: Im Land der Esche


    Die Wanderung führt in den südöstlichen Teil des Naturparks Südheide, entlang der Aschau, einem noch weitgehend naturnahen Heidebach, der sich hier durch Wälder und Wiesen schlängelt. Entlang der Ufer haben sich Eschen und Erlen als typische Baumarten feuchter Standorte angesiedelt. Dem einstigen Eschenreichtum der Aschau- Niederung verdankt die Ortschaft Eschede ihren Namen. Auch das Ortswappen enthält ein Eschenblatt. Die Niederung der Aschau ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes „Lachte- Lutter-Aschau“ und gehört somit zum europäischen Schutzgebietsystem Natura 2000. Stellenweise sind noch naturnahe Bruch- und Auwälder erhalten, wie sie für die Niederungen von Fließgewässern charakteristisch sind. Abseits der Aschau geht es durch die weitläufige Feldflur östlich von Eschede, wo die offene Landschaft immer wieder weite Ausblicke in die Umgebung bereit hält. Flurbezeichnungen wie Lindhorstheide und Tränkheide deuten darauf hin, dass Eschede in der Vergangenheit von großen Heideflächen umgeben war.


    Charakteristik

    Ausgangspunkt:

    Vom Wanderparkplatz "An der Aschau" werden drei unterschiedlich lange Wandertouren angeboten.

    Anfahrt zum Parkplatz „An der Aschau”

    Ein Wanderparkplatz, der gleichzeitig auch Reisemobilstellplatz ist, befindet sich an der B 191 direkt in Eschede auf der rechten Seite Richtung Uelzen.

    Position: N 52° 44.22626', E 010° 14.46051'


    Kurze Tour: 3,8 km

    Mittlere Tour: 7,0 km

    Lange Tour: 8,7 km


    Die drei Touren des Wandergebietes W 19 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet, die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis und die lange Tour mit einem heidefarbenen großen Kreis.



    Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



    Wissenswertes zu der Wandertour „Im Land der Esche“


    Die Aschau

    Das Quellgebiet der Aschau befindet sich im Bereich der Loher Teiche nordöstlich von Eschede. Die Aschau nimmt den Postmoorgraben auf und fließt als naturnaher Bach durch Wiesen und Bruchwald nach Eschede. Bei Habighorst mündet der Quarmbach in die Aschau. Weiter geht der Lauf in südlicher Richtung durch Höfer und Beedenbostel, wo die Aschau schließlich nach 21,3 km in die Lachte mündet. An mehreren Stellen nutzen Wassermühlen die Kraft des Fließgewässers zur Stromgewinnung.


    Aufgrund des naturnahen Zustandes der Aschau und ihrer hohen ökologischen Bedeutung wurden der Bach und die angrenzende Niederung im Jahre 2005 in das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 aufgenommen und sind Teil des FFH-Gebietes „Lachte-Lutter- Aschau“. An seltenen Arten leben im Bach neben der Bachforelle unter anderem Groppe und Bachneunauge. Gelegentlich kann der sehr heimlich lebende Schwarzstorch bei der Nahrungssuche am Bach beobachtet werden. Auch der pfeilschnell über dem Wasser fliegende Eisvogel hat hier seinen Lebensraum und fängt kleine Fische aus dem Bach. Im Sommer bildet der im Aschau- Wasser flutende Wasser-Hahnenfuß mit seinen weißen Blüten an manchen Stellen dichte Teppiche. In der Bachniederung wachsen unter anderem Orchideenarten wie Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut, aber auch Königsfarn, Sumpfdotterblume und Fieberklee.


    Bäume am Bachufer

    Die Esche und die Schwarz-Erle sind typische Baumarten der Ufer von Bächen und kleineren Flüssen. Sie wachsen dort, wo es anderen Baumarten zu feucht ist. Die Wurzeln der Erle wachsen sogar bis in das Bachbett hinein und sind dort als rötliches Geflecht zu erkennen. In Kombination mit der Esche, die starke Wurzeln zu den Seiten ausbildet, werden die Bachufer auf natürliche Weise befestigt, so dass Hochwässer keine stärkeren Erosionsschäden hervorrufen.


    Unterhalb der Wasseroberfläche stellt das Wurzelgewirr einen wertvollen Lebensraum und sicheren Unterstand für zahlreiche Tierarten dar. So hält sich beispielsweise die Bachforelle gern im Schutze der Wurzeln auf. Die uferbegleitenden Gehölze spenden Schatten und sorgen so für einen ausgeglichenen Temperaturhaushalt im Gewässer und verhindern eine übermäßige Verkrautung des Baches.


    Wenn die Blätter der Erlen und Eschen in das Wasser fallen und zum Gewässergrund sinken, dienen sie dort Insektenlarven und anderen Kleinorganismen als Nahrung, die wiederum eine beliebte Jagdbeute für Forellen darstellen. Somit ist ein naturnaher Uferbewuchs auch für die Artenvielfalt unter Wasser ausschlaggebend. Dagegen stellen zum Beispiel Fichten, die häufig bis an die Ufer der Gewässer gepflanzt wurden, eine Belastung dar. Die schwer zersetzbaren Nadeln führen zu einer Versauerung des Wassers und sind für die Wasserorganismen nicht verwertbar.


    Erlen besitzen die besondere Fähigkeit, selbst für eine Düngung zu sorgen. Sie bilden an ihren Wurzeln Knöllchen aus, in denen Stickstoff fixierende Bakterien leben, die so genannten Knöllchenbakterien. Sie leben mit der Erle in Symbiose und versorgen den Baum mit dem lebensnotwendigen Stickstoff.


    Die Esche ist eine in großen Teilen Europas heimische Baumart, die mit einer Wuchshöhe von etwa 40 Metern zu den höchsten Laubbaumarten Europas gehört. Sie besiedelt sowohl feuchte als auch zeitweise trockene Standorte.

    Etappen

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