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Undeloh: St. Magdalenen Kirche

Undeloh
St. Madgalenen Kirche mit Glockenturm
St. Madgalenen Kirche Seitenansicht
Glockenturm bei St. Madgalenen Kirche
St. Magdalenen Kirche, Eingang
St. Magdalenen Kirche, Kirchenansicht Innen
St. Magdalenen Kirche, Kanzel
St. Magdalenen Kirche, Orgel
St. Magdalenen Kirche, Altaraufsatz
St. Magdalenen Kirche, Kruzifix
St. Magdalenen Kirche, Erzengel
St. Magdalenen Kirche, Vorderansicht mit Kräutergarten
Die Kirche in Undeloh ist nach Maria Magdalena benannt, einer der ersten Jüngerinnen Jesu. Sie stellt sich dem Betrachter als eine der typischsten und ältesten kleinen Heidekirchen dar. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war vor 1188, um diese Zeit ist wohl auch die Kirche gebaut worden. Romanisches Kirchenschiff aus Feldsteinen, Chorraum 1644 in Fachwerk erneuert. Holzbalkendecke. Freistehender hölzerner Glockenturm (Glocken von 1490, 1508 u. 1974). Ausstattung: Lebensgroßer romanischer Kruzifixus (um 1200), Christus als Überwinder im Tod, am Kreuz stehend. Teilweise zerstörte Holzplastik (Erzengel Michael, vor 1400). Altaraufsatz von 1656/57 mit Bildern nach Matthäus Merian dem Älteren; Kanzel von 1644. Orgel von Klaus Becker (1961, II/11).


Die wunderschöne kleine St. Magdalenen Kirche (19,30 m x 8,60 m) in Undeloh ist nach Maria Magdalena benannt, einer der ersten Jüngerinnen Jesu. Sie stellt sich dem Betrachter als eine der typischsten und ältesten kleinen Heidekirchen dar.


Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war vor 1188. Um diese Zeit ist wohl auch die Kirche gebaut worden.


Wie alle Kirchen ist auch die St. Magdalenen geostet, das bedeutet, dass sie mit dem Altar in Richtung Osten gebaut wurde, allerdings weicht sie um 7 Grad nach Süden ab.


Besonders ist die Lage des Kircheneingangs im Norden. Bei anderen Kirchen liegt dieser üblicherweise im Westen. Die herabführenden Eingangsstufen liegen darin begründet, dass sich das Aussenniveau mit der Zeit erhöht hat.


Ursprünglich bestand  die Kirche vollständig aus Feldsteinen (Mauerstärke 90-100 cm) und besaß an der Ostseite einen runden Chor. Aufgrund der Zerstörung im 30jährigen Krieg wurde der Chor durch einen neuen aus Fachwerk und Ziegelsteinen ersetzt.


Der Altarsockel ist aus Feldsteinen aufgesetzt. Er trägt die aus einem Stück bestehende, mit fünf Kreuzen gezeichnete Altarplatte.


Der hölzerne Glockenturm  steht separat und frei. Er ist mit 8 Metern höher als die Kirche. Daher ziert ihn der Wetterhahn. Es hängen dort 3 Glocken aus 1490, 1508 u. 1974, welche um 7 Uhr und um 19 Uhr mit jeweils 9 Schlägen zum Gebet läuten, daneben läuten die Glocken um 12 Uhr zum Mittag. Bis 1986 wurden diese teilweise noch von Hand geläutet. Die Turmuhr (um 1920) ist mechanisch, alle 3 Tage muss sie aufgezogen werden.


Auf der Südseite der Kirche wurde 1999 ein Altländer Apfelbaum der Sorte „weißer Winterglockenapfel“ gepflanzt. Ziele dieser Initiative: ein Stück Vielfalt der Schöpfung und der Kulturlandschaft zu erhalten. Nach und nach entstand um diesen Baum herum ein blühender und duftender Kräutergarten.




Ausstattung der St. Magdalenen Kirche:


Ein Achteckiges Taufbecken aus Krensheimer Muschelkalk (grauer Naturstein) mit Aufschrift „Wer glaubet und getauft wird der wird selig werden“ (Markus 16.16). Es ist ein Meisterstück und Geschenk von dem Steinmetz Heinz Homann aus Ollsen der das Taufbecken 1958 hier aufstellte.


Die Kanzel aus 1644 spiegelt die zentrale Bedeutung der Vorankündigung des Wortes Gottes in der evangelischen Kirche.


In den 1960er Jahren wurde die Orgel im Stil passend zur Kanzel und den Bänken, von dem Orgelbaumeister Klaus Becker aus Kupfermühle hergestellt. Sie wurde 1989 von Orgelbaumeister Michael Becker, dem Sohn des Erbauers, gründlich, insbesondere in der Mechanik, überholt und mit einer neuen Balganlage versehen. Auch ein neues Regal 8′ wurde im Brustwerk eingebaut.


Der Altaraufsatz wurde 1656/57 gefertigt. Der Künstler ist unbekannt. Die Altarbilder beschreiben das Abendmahl, die Kreuzigung, die Grablegung und die Auferstehung und wurden nach den Kupferstichen des Matthäus Merian gestaltet. Die beiden Seitenflügel zeigen Mose und Johannes und wurden wahrscheinlich vom Künstler selbst gestaltet.


Das Glasgemälde von Jesus entstand 1901/02. Auf diesem wird er als guter Hirte dargestellt.


Das Kruzifix (lat. Und bedeutet „ans Kreuz heften) stammt wohl aus dem 13. oder 14 Jahrhundert. Der Künstler ist unbekannt. 1929 wurde es restauriert. Dabei wurden die Füße ergänzt. Es hängt an der Nordwand.


An der Südwand, gegenüber der Eingangstür, hängt eine teilweise zerstörte Holzplastik, die wohl den Erzengel Michael darstellen soll. Sie ist aus dem Jahre vor 1400.