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Der Kloster-Esel von Lüne

    Im Kloster Lüne hielt man einen Esel, der den Weizen und Roggen jeden Morgen vom Kloster in die Lüner Mühle nach Lüneburg bringen musste.


    Am 30. April 1372 hat der Klosterknecht den Esel schwer beladen zur Mühle gebracht und muss dort lange warten, bis der Müller das Korn gemahlen hat. Der Knecht setzt sich vor die Mühle und ist bald eingeschlafen.


    Am Nachmittag weckt ihn ein beißender Geruch und er stellt fest, dass der Esel samt Getreide nicht mehr da ist. In der Ferne, in Richtung des Klosters, ist eine Rauchsäule zu erkennen. Der Knecht nimmt seine Beine in die Hand und rennt zum Kloster.

    Dort mussten die Benediktinerinnen hilflos mit ansehen, wie das Kloster komplett von den Flammen vernichtet wird. Alle Vorräte gingen verloren und die Klosterbewohnerinnen gingen auf die Knie und beteten.


    Da sahen Sie auf einer Wiese neben dem Kloster den Esel stehen, immer noch bepackt mit dem Mehl. An dieser Stelle baute man das Kloster Lüne wieder auf, denn das Mehl, das der Esel trug, rettete die Klosterbewohner vor dem Verhungern.


    Das Kloster Lüne steht heute noch an dieser Stelle und die Nonnen haben den Esel zum Dank auf Glas gemalt und in das entsprechende Fenster des Kreuzgangs gesetzt.