Der Weg des Honigs

Das flüssige Gold - von der Blüte bis ins Glas

    Um ein Glas voll leckerem Honig in der Hand zu halten, müssen die Bienen - und auch der Imker - Höchstleistungen erbringen.


    Arbeit der Bienen


    Vom Frühjar bis in den Herbst fliegen die Bienen durch die Natur, um Nektar und Pollen zu sammeln.

    Dabei sind sie mit ca. 20 km/h unterwegs und bewegen sich in einem Radius von ca. 3km um den Stock.

    Beim anfliegen der Blüten bleiben Pollen an der Biene hängen. Diese transportiert sie zur nächsten Blüte, welche dadurch bestäubt wird. Außerdem saugt die Biene bei jeder Blüte den süßen Nektar der Pflanze heraus, aus dem später der Honig wird.


    Nachdem die Biene ca. 200 Blüten angeflogen hat kehrt sie zu ihrem Volk zurück. Dort geben sich die Bienen untereinander den gesammlten Nektar weiter und setzen ihm so Inhalststoffe zu, die Keime abtöten und den Honig haltbar machen. Anschließend wird der Honig in Zellen der Waben zum Reifen und Trocknen eingelagert.

    Wenn dem Honig durch die Verdunstung genügend Wasser entzogen wurde, wird die Wabe mit einer dünnen Wachsschicht überzogen, um sie zu schützen.

    Damit ist die Arbeit der Bienen abgeschlossen.


    Arbeit des Imkers


    Die Arbeit des Imkers beginnt nicht erst bei der Ernte des Honigs. Das ganze Jahr über muss er regelmäßig nach den Bienen schauen, diese Füttern und im Notfall gegen Schädlinge, wie z.B. die Varroamilbe behandeln.

    Da im heimischen Gebiet nicht immer alle Blühpflanzen anzufinden sind, fahren viele Imker ihre Bienenvölker mehrere 100km weit in passende Regionen. Die goldgelben Rapsfelder im Mai/Juni und die lila leuchtenden Heideflächen im August/September, sind beliebte Ziele vieler Imker da sie eine hervorragende Tracht bieten.


    Haben die Bienen gute Arbeit geleistet und die Kästen sind voller Honig, ist die Zeit der Ernte gekommen.


    Der Imker muss zunächst die Kästen öffnen und die Waben herausnehmen. Da die Bienen ihre erarbeitete Beute - den Honig - nicht ohne weiteres hergeben möchten, benutzt der Imker einen sogenannten Smoker. Dieser wird mit Sägespäne, Rainfarn, Stroh oder ähnlichem befeuert und erzeugt Rauch. Dadurch wird den Bienen eine Bedrohung durch Feuer vorgetäuscht und sie stürzen sich auf ihre Vorräte, um eine Flucht vorzubereiten. Die Bienen sind so sehr abgelenkt, dass der Imker nun ruhig und stichfrei arbeiten kann.


    Sind alle Waben aus dem Bienenstock genommen, bringt der Imker diese in seine Imkerei, wo er mit der Verarbeitungen des Honigs beginnen kann.


    Im ersten Schritt werden die Waben von der dünnen Wachsschicht befreit, welche die Bienen zum Schutz des Honigs produziert haben. Darunter liegt bereits der süße Honig. Früher musste dieser Schritt von Hand mit speziellen Entdeckelungsgabeln durchgeführt werden. Heute gibt es vollautomatische Maschinen, die in einem Schritt die gesamte Wachsschicht entfernen können.


    Darauf folgt das Schleudern der Waben. Mit Hilfe der Zentrifugalkraft wird der Honig aus den Waben geschleudert und aufgefangen.

    Im Anschluss wird der geschleuderte Honig gefiltert um mögliche Fremdkörper oder Reste der Waben zu entfernen. Danach kann der Honig zur Lagerung in große Eimer gefüllt werden.


    Durch dei Konsistenz des Honigs wandern bei der Lagerung kleine, leichtere Stoffe an die Oberfläche, sodass sie problemlos abgeschöpft werden können. Honig hat also eine selbstreinigende Wirkung.


    Damit der Honig cremig wird muss er vor der Abfüllung ins Glas gerührt werden. Dadurch werden Kristalle vermieden und der Honig wird ein wahrer Genuss.

    Wenn der Honig nun schön geschmeidig ist, kann er in Gläser abgefüllt werden, etikettiert und genossen werden.


    Diese Schritte werden von Berufsimkern in Perfektion ausgeführt. Auch Hobbyimker können ihren eigenen Honig produzieren. Jedoch sollte eine Anschaffung von Bienen gut überlegt sein. Ratsam ist ein Imkerpate, der bei der richtigen Handhabung unterstützt und für jegliche Fragen zur Verfügung steht. Weitere Infos finden Sie zum Beispiel beim Bieneninstitut Celle.


    Honigsorten


    Es gibt eine vielzahl verschiedener Honigsorten. Bspw. Blütenhonig, Waldhonig

    oder Rapshonig.

    In der Lüneburger Heide ist besonders der Heidehonig sehr beliebt und ein gern genommenes Souvenir aus dem Heide-Urlaub.


    Achten Sie beim Kauf von Honig darauf, dass es sich um echten deutschen Honig handelt!

    Damit unterstützen sie die heimische Produktion und können sicher sein, dass Ihr Honig auch zu 100% aus Deutschland stammt.

    Ein Gütesiegel hierfür stellt der Deutsche Imkerbund e.V.


    Imkerei Ahrens hat uns die Arbeit des Imkers näher gebracht und alle einzelnen Schritte der Honigproduktion erklärt.