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Der Eisvogel – ein fliegender Edelstein in der Lüneburger Heide

Man trifft Ihn auf einer Kanu-Tour

    Sein Gefieder schillert in der Sommersonne kobaltblau und sein Bauch ist in einem intensiven orangeroten Farbton gefärbt. Aufgrund seiner intensiven Farbpracht zählt der Eisvogel wahrhaft zu den schönsten heimischen Wildvogelarten. Möchte man einen Eisvogel in freier Natur beobachten, muss man wachsam sein, denn pfeilschnell fliegt er durch die Lüfte. 


    Der Eisvogel ist ein fliegender Edelstein, der allerdings vor dem Aussterben bedroht ist.


    Lebensraum des Eisvogels:
    Der Eisvogel ist eine Charakterart der klaren Quellbäche, Seen und Flüsse der Lüneburger Heide. Während man bei Kanutouren, zum Beispiel auf der Luhe, der Ilmenau oder der Örtze, kaum um eine Begegnung mit diesem herrlich kobaltblau schillernden Vogel vorbeikommt, muss man bei Wanderungen entlang der Heidegewässer schon besonders aufmerksam sein. 



    Schrille Pfiffe - der Ruf des Eisvogels:

    Der Eisvogel verrät sich durch seine schrillen Pfiffe, die er bei seinem Flug entlang der Wasseroberfläche ausstößt. Hört man den Pfiff und schaut auf das Gewässer, so wird man den Eisvogel pfeilschnell dahinfliegen sehen. 


    Mit etwas Glück kann man ihn auch auf einer Sitzwarte entdecken. Abgestorbene Äste, die über das Gewässer ragen, liebt er. Von hier aus lauert er auf seine Beute.



    Fische sind das Leibgericht des Eisvogels:
    Der nur 17 Zentimeter große und ca. 40 Gramm schwere Eisvogel ernährt sich hauptsächlich von Kleinfischen. Aber auch Kaulquappen, Weichtiere, Krebse und Insekten gehören zu seinem Beutschema.


    Fischfang mit Sturzflug:

    Entdeckt der Eisvogel von seiner Sitzwarte einen Fisch, stürzt er senkrecht in das Wasser und fischt ihn mit seinem langen Schnabel. Wieder aufgetaucht, fliegt er zurück auf seine Warte, dreht den Fisch dann vorsichtig im Schnabel, sodass er ihn mit dem Kopf zuerst schlucken kann. Seine Fangquote liegt bei nahezu 100 Prozent.

    Das der Fisch mit dem Kopf zuerst verspeist wird ist wichtig, da er ansonsten aufgrund der Anordnung der Schuppen im Halse stecken bleiben würde. Ist der Fisch verspeist, schüttelt sich der Vogel einmal, um das Wasser aus dem Gefieder zu entfernen und schon kann der nächste Tauchgang beginnen.


    Verschluckt er den Fisch nicht, sondern fliegt mit ihm davon, so hat er vermutlich Junge, die in einem Nest unter der Erde, am Ende einer ca. 1 Meter langen Erdröhre in einer Uferböschung, auf Futter warten.


    Eisvogel-Männchen und Eisvogel-Weibchen:

    Während sich bei anderen Vogelarten das Männchen deutlich vom Weibchen unterscheidet, sind sich Männchen und Weibchen beim Eisvogel sehr ähnlich.
    Nur am Schnabel können wir erkennen, ob wir einen männlichen oder weiblichen Eisvogel erblickt haben. Bei den Männchen ist der Schnabel schwarz. Beim Weibchen entgegen, ist die untere Schnabelhälfte rot gefärbt.
    Dieses feine Merkmal können Sie sich ganz einfach mit einer kleinen Gedankenbrücke merken -  "Damen verwenden einen Lippenstift".


    Wo kann ich akteuell einen Eisvogel beobachten?
    Auf dem NABU Gut Sunder in Winsen (Aller) Ortsteil Meißendorf ist eine Stelle ausgewiesen, an der sich der Eisvogel gern aufhält. Fotografen können sich eine Fotohütte für eine Spende mieten, von der aus sie den Eisvogel hervorragend fotografieren können.

    In 2016 hat sich ein Eisvogel sein Revier am Teich auf dem Hof Sudermühlen gesucht. (Hof Sudermühlen 1, 21272 Egestorf)