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Tagestour: Naturpark Südheide - Beim Hecht im Karpfenteich

    Wandergebiet W14 Naturpark Südheide: Beim Hecht im Karpfenteich


    Die beiden Wanderungen „Beim Hecht im Karpfenteich“ führen durch die ausgedehnte Wasserlandschaft der Aschau- und Loher Teiche und die umgebenden Wälder nördlich von Eschede. Hier finden neben den Teichfischen auch Wasservögel, Frösche und Libellen einen Lebensraum. Am Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderungen bietet eine Teichwirtschaft frisch geräucherte Fische an.


    Charakteristik

    Ausgangspunkt:

    Ausgangspunkt für die Wanderungen beim Hecht im Karpfenteich ist der Parkplatz Aschauteiche.

    Anfahrt zum Parkplatz „Aschauteiche”

    Der Parkplatz „Aschauteiche” liegt direkt an der B 191 zwischen

    Eschede und Weyhausen, nach ca 2,5 km links bei der Teichwirtschaft

    Aschauteiche.

    Position: N 52° 45.08582', E 010° 15.93434'


    Kurze Tour: 3,6 km

    Lange Tour: 9,6 km


    Die beiden Touren des Wandergebietes W14 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet und die lange Tour mit einem heidefarbenen großen Kreis.


    Achtung, aktueller Hinweis: der Aussichtsturm an den Aschauteichen kann aufgrund eines Hornissennestes vorübergehend leider nicht betreten werden. Im Naturpark Südheide gibt es sie eben noch: Natur pur! Der Rest der Wandertour ist aber in keinster Weise beeinträchtigt.



    Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



    Wissenswertes zum Wandergebiet W14 „Beim Hecht im Karpfenteich“


    Die Tierwelt der Teiche

    Neben den Zuchtfischen leben in und an den Teichen zahlreiche weitere Tierarten. Dazu gehören Gründlinge, Rotaugen, Stichlinge, Bitterlinge und Teichmuscheln. Von den Fischen profitieren Wasservögel. Häufig ist der Graureiher zu sehen, gelegentlich auch der auffällige, rein weiße Silberreiher. Mit Glück kann auch mal ein Schwarzstorch erspäht werden. Unter den zahlreichen Tauchern und Enten gilt die Beobachtung des im Gebiet brütenden Rothalstauchers als besonderer Höhepunkt. Auch der pfeilschnelle Eisvogel ist hier regelmäßiger Nahrungsgast und zur Zugzeit findet sich der Fischadler ein. Auch der Seeadler ist hin und wieder zu sehen. Die artenreiche Vogelwelt hat zur Einstufung des Gebietes als europäisches Vogelschutzgebiet geführt, das Bestandteil des Schutzgebietssystemes Natura 2000 ist.


    Auffällig ist an den Teichen das laute Quaken der Teichfrösche. Deutlich versteckter leben die Ringelnatter und die nur zur Laichzeit im Frühjahr an den Gewässern erscheinende Erdkröte. Die Kaulquappen dieser Krötenart weisen ein Hautsekret auf, was sie weitgehend davor schützt, von den Fischen gefressen zu werden. Knoblauchkröte und Moorfrosch können dagegen nur in Randbereichen der Teichanlagen mit dichter Verlandungsvegetation leben, weil die Kaulquappen hier vor dem Fraßdruck der Fische geschützt sind.


    Viele Teiche werden im Winter abgelassen, damit der Schlamm durchfriert und sich zersetzen kann. Hier können nur Libellen überleben, die entweder als Ei im Schlamm oder in Pflanzen überwintern oder die als ausgewachsene Tiere die kalte Jahreszeit überdauern. Daher sind typische Arten die Winterlibelle sowie einige Binsenjungfern und Heidelibellen.


    Wasserpflanzen

    Auf dem Wasser mancher Teiche schwimmen die Blätter der gelb blühenden Teichrose und der weiß blühenden Seerose. Am Ufer wachsen unter anderem Sumpf-Schwertlilie und Sumpf-Calla. Erstere verdankt ihren Namen den schwertförmigen Blättern, letztere wird wegen der ungewöhnlichen Form ihres Blütenstandes mit einem großen weißen Hochblatt auch „Schweinsohr“ genannt. Der Wasserschierling mit seinen weißen Blütendolden ist so giftig, dass das ehemalige Preußische Polizeigesetz seine Ausrottung forderte. Heute ist er eine so seltene Uferpflanze, dass es die wenigen noch vorhandenen Bestände zu schützen gilt.


    An das zeitweilige Trockenfallen der Teiche haben sich ein paar sehr unscheinbare Pflanzen angepasst. Ihre Samen können über viele Jahre am Gewässergrund überdauern, um dann beim Trockenfallen des Teichbodens schnell zu keimen, zu blühen und neue Samen zu produzieren. In den Aschauteichen erscheint so in manchen Jahren die Sand-Binse. Sie galt im Landkreis Celle als ausgestorben, bis im trockenen Sommer 1992 einige Teiche trocken lagen und die Pflanze auf den Teichböden zu Hunderten wuchs und blühte.

    Etappen

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