Unterkunft suchen

Detailsuche

Lachendorf: Allerhand erleben - von der Allerheide zu den Allerdreckwiesen (Radrundtour 40 km)

    Radrundtour Wienhausen über Lachendorf
    - von der Allerheide zu den Allerdreckwiesen.


    Im Mittelpunkt dieser Fahrradtour steht die Auenlandschaft der Aller.

    Erleben Sie die Vielfalt der Vogelwelt im Naturschutzgebiet "Allerdreckwiesen". In den Überflutungsgebieten hat heute die Natur wieder mehr Raum und kann sich entfalten.

    Kulturelle Schätze wie das Zisterzienserinnenkloster in Wienhausen und das Haus der Papiergeschichte in Lachendorf laden zum Besuch ein.


    Besonderheiten auf der Tour


    Naturschutzgebiet Allerdreckwiesen - Hochwasser für Kiebitz und Bekassine


    Die Allerdreckwiesen sind ein 568 Hektar großes Naturschutzgebiet. Die Feuchtwiesen mit ihrer artenreichen Vogelwelt entwickelten sich durch die einstige bäuerliche Nutzung des Niedermoors. Typische Feuchtwiesenbrüter wie Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine kamen hier regelmäßig vor, bis die Wiesen in den 1960er Jahren stark entwässert wurden.

    Unter Federführung des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU) Gruppe Lachendorf wird eine etwa zwei Hektar große Fläche wiedervernässt. Inzwischen ist auf der gegenüberliegenden Fläche noch ein zweites größeres Vernässungsgebiet entstanden. Für die Vernässung wird der Ahnsbecker Kanal abgezweigt. Mit dem Wasser werden die typischen Pflanzen und Tiere der Feuchtwiesen zurückerwartet.



    Allerniederung bei Osterloh - Natur erleben mit Weißstorch & Co.


    Willkommen in der Allerniederung bei Osterloh: Erleben Sie die Vielfalt und Schönheit einer Flussaue. Aussichtshügel bieten weite Blicke über die eindrucksvolle Auenlandschaft. Schautafeln und Hörstationen stellen die Bewohner dieses Lebensraumes vor. Seit 2008 wurden im Rahmen des NABU-Projektes „Naturschutz und Natur erleben in der Allerniederung bei Osterloh“ auf 38 Hektar zahlreiche Feucht- und Trockenlebensräume angelegt. Entdecken Sie die neuen Teiche und Dünen: Sie geben Rotbauchunke, Weißstorch und Feldgrille ein neues Zuhause.



    Langlinger Schleuse mit Strandbad - Im alten Flussbett der Aller baden

    Das erste Wehr an der Langlinger Schleuse wurde 1862 aus Eichenstämmen errichtet. Es staute das Wasser für die Mühle in Wienhausen an, wo seit 1908 bis heute Strom erzeugt wird.
    Am Standort des ehemaligen Schleusenwärterhauses empfängt heute der Landgasthof Allerparadies seine Gäste. Mit der Modernisierung der Langlinger Schleuse wurde auch der Flusslauf der Aller verändert. In einem Stück des alten Flussbettes ist ein Strandbad entstanden. Eine besondere Herausforderung für mutige Kanufahrer stellt die Bootsrutsche am Wehr dar.


    Langlingen - Historische Bauernhäuser besichtigen

    Langlingen besticht durch seinen Reichtum an historischen Bauernhäusern.

    Herzstück ist das Dorfmuseum Langlingen, das in einem alten Speicher von 1722 untergebracht ist. Das lebendige, heimatkundliche Museum hat jeden 2. Sonntag im Monat geöffnet und lädt an Aktionstagen zum Mitmachen ein.
    Entdecken Sie beim Rundgang Bauernhaus, Speicher, Göpelhaus und Kräutergarten!

    Auch die St. Johanniskirche aus dem Jahr 1335 mit der wieder entdeckten Gewölbedecke voller Engel begeistert. Neben der Kirche liegt das historische Ensemble des Gutshofs Mylius, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück geht.



    Charakteristik

    Länge der Tour: 40 km


    Streckenprofil: überwiegend asphaltierte Wirtschafts- und Radwege, nur ein Teilstück im Naturschutzgebiet auf mäßig befahrbaren, sonst befestigten Wegen


    Beschilderung: durchgehend mit dem unten angeführten Piktogramm gekennzeichnet


    Radempfehlung: Tourenrad / Trekkingrad


    Startpunkt: Parkplatz "Am Klosterpark"
    Am Klosterpark, 29342 Wienhausen
    Position: (N: 52.579792900, E: 10.183107424)


    weitere Informationen: Tourist-Information Wienhausen

    Mühlenstr. 5, 29342 Wienhausen, Tel. 05149 8899


    Interessante Informationen zu all unseren Rad- und Wandertouren finden Sie auch in unserem Region Celle Navigator.


    Tourbeschreibung

     

    Die Tour beginnt am 1225 gegründeten Zisterzienserinnenkloster in Wienhausen . Die Ausstellung mit Objekten der fast 800jährigen Klostergeschichte können Sie in Form einer Führung erkunden. Weitere sehenswerte Gebäude im Ort sind die St. Marienkirche mit dem einzeln stehenden hölzernen Glockenturm sowie die Wassermühle am Mühlenteich.  

    Die alte Mühle, ein schlichtes Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1591, beherbergt das Kulturhaus und die Tourist-Information.

    Außerhalb des Dorfes geht es am Wienhäuser Mühlenkanal entlang , der die Klostermühle und die umliegenden Felder mit Wasser versorgte.

    Ein Naturlehrpfad führt Sie durch Langlingen. In diesem beschaulichen Ort reihen sich historische Bauernhäuser – eines beherbergt das Dorfmuseum Langlingen– aneinander, im Zentrum erstrahlt die St. Johannis-Kirche aus dem Jahr 1335.

    Weiter geht es zur Allerschleuse , dort überqueren Sie die Aller.

    Bald erreichen Sie das Naturschutzgebiet Allerdreckwiesen. Mit etwas Glück können Sie hier Störche über die Wiesen schreiten sehen, die nach Nahrung Ausschau halten. Vom Ortsrand Ahnsbeck aus führt ein Abstecher zur Renaturierungsfläche, in der die früher typischen Überschwemmungen wieder zugelassen werden. Über das Projekt „Wiedervernässung der Allerdreckwiesen“ informiert hier eine Tafel.

    Nächste Station ist das Haus der Papiergeschichte in Lachendorf , das in einer Ausstellung das Papierhandwerk vorstellt. Eine Besichtigung ist nach Voranmeldung beim Förderverein Lachendorfer Papiergeschichte e.V. unter der Telefonnummer 05145 6269 möglich. Die Papier-Erzeugung in Lachendorf lässt sich bis ins Jahr 1538 zurück verfolgen. Auch heute produziert das Traditionsunternehmen Drewsen vor Ort Spezialpapiere, unter anderem für Briefmarken, Bahntickets oder Reisepässe. Die älteste noch selbstständig produzierende Papierfabrik Deutschlands mit rund 420 Mitarbeitern ist ein wichtiger Arbeitgeber der Region und zeichnet sich durch nachhaltige Produktionsweisen aus.

    Anschließend durchqueren Sie das Kiefernwaldgebiet der Allerheide. Am Wegesrand liegt eine kleine Heidefläche : ein Relikt der ehemals ausgedehnten Heidelandschaft, die Ende des 19. Jahrhunderts aufgeforstet wurde.

    Weiter geht es in die Feldflur des Osterbruchs , ein ehemaliges Erlenbruchwaldgebiet. Hier befindet sich ein Gedenkstein an den letzten Biber, der im Landkreis Celle geschossen wurde.

    Letzte Station ist die Allerniederung bei Osterloh . Im Rahmen des Natur-Erleben-Projektes wurde hier eine artenreiche Auenlandschaft mit zahlreichen Kleingewässern entwickelt.

    Von hier aus radeln Sie auf dem Aller-Radweg zurück nach Wienhausen.