Lesung mit Arno Surminski: Irgendwo ist Prostken

Lüneburg

    Wilhelm Bubat, 1888 im masurischen Prostken geboren, träumt seit frühester Jugend davon, Lokomotivführer zu werden. Als junger Eisenbahner steht er im Dienst des Kaisers und fährt von Tannenberg bis Verdun. Später ist er für Hitlers Armee unterwegs. Ob Kohle oder Menschen, die Fracht ist egal - er erfüllt seine Pflicht. Bei Sonderfahrten in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Auschwitz begegnet ihm auch der Tod. Wilhelm schweigt und leidet. Als die Offensive der Roten Armee Ostpreußen trifft, gelingt es Wilhelm, mit seiner Lok westwärts zu entkommen. 1945, nach Ende des Krieges, flüchtet er aus der Ostzone in den Westen zu seiner Frau Lina und wartet nur noch darauf, dass die Heimkehrerzüge seinen Sohn Werner aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückbringen. Doch ein Wiedersehn ist ihm nicht mehr vergönnt.

    Eindringlich schildert der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Arno Surminski in seinem Roman „Irgendwo ist Prostken“ die Schrecken des Krieges, der Flucht und Vertreibung und erzählt lebendige Geschichte aus der Perspektive der einfachen Leute.

    Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Platzangebot beschränkt und eine Anmeldung und Kartenreservierung unter Tel. 04131-759950 oder info@ol-lg.de nötig.

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    Karte
    Veranstaltungsort
    Ostpreußisches Landesmuseum
    Heiligengeiststraße 38
    21335 Lüneburg
    Preise
    7,00 €