Ausstellung: "Albert König - späte Bilder"

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Ausstellung: "Albert König - späte Bilder"

Unterlüß

    „Albert König – Baumbilder – Gemälde – Kieselgurbilder und Aquarelle“


    Die aktuelle Ausstellung im Albert-König-Museum Unterlüß widmet sich wieder einmal dem Spätwerk Albert-Königs. Die gezeigten Bilder stammen aus dem eigenen Bestand des Museums und das Thema sind die Baum- und Kieselgurbilder, die der Künstler in den letzten 15 Jahren seines Lebens geschaffen hat.


    Nach seiner Ausbildung in München und Berlin ließ sich König 1911 in seiner Heimat Eschede nieder. Ein Umzug von Eschede nach Unterlüß im Jahr 1927 veränderte sein Leben und seine künstlerische Arbeit. Schon immer war die Landschaftsmalerei ein wichtiger Aspekt in seinem künstlerischen Schaffen, in Unterlüß aber wird die Natur zum alleinigen Thema seiner künstlerischen Arbeit.


    Die Landschaftsmalerei mit den Darstellungen der Kieselgurgruben bei Unterlüß in Königs Spätwerk verdient besondere Aufmerksamkeit. Als einziger Maler hat König die zwischen Munster und Unterlüß beschränkten Kieselgurlagerstätten dargestellt. Königs bewusste und konsequente Beschränkung auf die beiden Hauptthemen seiner Spätzeit, Baumportraits und Kieselgurgemälde zeigt, dass er diese Werkgruppen als den wesentlichen, den ureigentlichen Ausdruck seiner bildenden Kunst ansah. Königs Kieselgurlandschaften liegt ein tiefes Wissen um mythologische und volkskundliche Vorstellungen zugrunde. Die Ausstellung zeigt insgesamt 4 Kieselgurgemälde und 12 Aquarelle aus den Kieselgurgruben.


    Neben den Kieselgurgruben werden nun Bäume oder Baumgruppen in den Vordergrund gerückt. Besonders Solitärbäume, die durch ihre bizarren Wuchsformen besonders gezeichnet waren, regten seine Fantasie besonders an. Von 1928 zeichnete der Künstler diese Urwaldriesen unmittelbar vor der Natur. Bis zum Beginn seiner Krankheit 1942 schuf er insgesamt 132 Zeichnungen. Diese Zeichnungen später alle als Tafelbilder auszuführen, konnte König nicht mehr verwirklichen.


    Die zerborstenen, mit geschwulstartigen Verwachsungen behafteten Bäume sieht der Künstler als selbstständige, schicksalsbeladene Individuen, vergleichbar der menschlichen Existenz. Den Besucher erwartet in diesen Arbeiten eine inhaltliche und formale Eigenständigkeit, die in ihrer Bedeutung und Wichtigkeit noch lange nicht ausreichend gewürdigt worden ist.


    Die Ausstellung ist bis zum 23. April 2017 zu sehen. Das Museum ist samstags & sonntags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Vereinbarung jederzeit möglich.   



    Karte
    Veranstaltungsort
    Albert-König-Str. 10
    29345 Unterlüß
    Veranstaltungszeitraum
    20.11.2016 - 23.04.2017
    Veranstalter
    Albert-König-Museum Unterlüß
    Albert-König-Str. 10
    29345 Unterlüß
    05827-369 o. 05052-6545