Dachmarkengesellschaft zieht positives Fazit der ersten 20 Monate

Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH

Tourismus der Heide auf Erfolgskurs

Masterplan beschreibt den richtigen Weg

Lüneburg, den 27.07.2009

Kurz vor Beginn der Heideblüte und damit der Hochsaison zieht der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch ein positives Fazit für den Tourismus in der Heide: „Die Heide wird in Deutschland wieder wahrgenommen, die Übernachtungszahlen steigen und die Wertschöpfung für Kommunen und Wirtschaft gestaltet sich positiv."

Ende 2007 hatten die beteiligten 5 Landkreise, 3 Städte und der Verein HeideWorld e.V. mit der Installierung einer Dachmarkengesellschaft dem im „Masterplan Lüneburger Heide“ prognostizierten Abwärtstrend des Tourismus entgegengewirkt. „Es war eine goldrichtige Entscheidung, die zersplitterten und kleinteiligen Strukturen aufzugeben und der Lüneburger Heide über eine Dachmarkenorganisation neue Kraft zu verleihen“, sagt von dem Bruch. „Tourismus findet nicht auf Landkreisebenen statt, die Gäste wollen das Angebot der ganzen Heide aus einer Hand sehen.“

Nach der Einführung der neuen Dachmarkenorganisation hat diese über eine neue strategische Ausrichtung, eine neue Corporate Identity und moderne Vermarktungsstrategien in den ersten 20 Monaten ihres Daseins einen frischen Wind in die Heide gebracht.

„Unsere Erfolge sind in den Übernachtungszahlen ablesbar“, freut sich von dem Bruch, „und auch viele kleinere Gastgeber bestätigen uns immer wieder, dass Sie die neue Ausrichtung positiv spüren.“

Im Jahr 2008 konnte die Lüneburger Heide im internen Wettbewerb aller Destinationen in Niedersachsen die Ostfriesischen Inseln von Platz 2 verdrängen und in den ersten 4 Monaten des Jahres 2009 führt sie die Übernachtungsstatistik in ganz Niedersachsen sogar an.

Als Grund führt von dem Bruch nicht nur die teilweise außergewöhnlichen Marketingaktionen an. „Auch die kontinuierliche und intensive Öffentlichkeitsarbeit, die vielen Gespräche mit potentiellen Vertriebspartnern und die Vernetzung in die Reiseveranstalterlandschaft in ganz Europa machen die Heide wieder sichtbar.“ Zudem mache es eine ausführliche Marktforschung möglich, sich mehr auf die Wünsche des Gastes einzustellen. „Wir wissen heute mehr über unseren potentiellen Gast, als je zuvor.“

Dabei steigt mit jedem zusätzlichen Gast auch die Wertschöpfung für die Kommunen und die Wirtschaftspartner in der Heide. „Jeder zusätzliche Gast isst ein zusätzliches Brötchen mit zusätzlicher Wurst“, rechnet von dem Bruch die Effekte des Tourismus vereinfacht vor. Die Landkreise und Kommunen würden dabei durch Steuereinnahmen mit am Erfolg beteiligt.

Alle Landkreise sind in 2009 bisher im touristischen Plus und das trotz der hohen Messlatte durch den Vorjahreserfolg von fast 4% Zuwachs. Per April ist der Landkreis Uelzen der Führende mit einem Übernachtungszuwachs von 4,7%.

„Es ist klar sichtbar, dass die Vermarktung der Lüneburger Heide aus einer Hand erfolgreich ist“, sagt von dem Bruch. Allerdings warnt er auch vor zu hohen Erwartungen: „Wir haben nicht das beste Image als Heide und diese Themen zu drehen, dauert. Wir stehen erst am Anfang.“ Auch die weitere Entwicklung des laufenden Jahres schätzt er vorsichtig ein: „Der Start war gut, aber wir sind in einem Krisenumfeld. Die Hochsaison wird über unseren Jahreserfolg entscheiden.“

Er setzt auf die Unterstützung der Politik und Wirtschaft in der Heide. „Einigkeit macht stark. Wenn wir auch weiter alle im gleichen Boot sitzen und in die gleiche Richtung rudern, sind wir vorne dabei. Aber es ist ein Langstreckenrennen.“