Lüneburger Heide kompakt: Zahlen, Daten & Fakten (Stand Jan 2017)

Tourismus als Wirtschaftsmotor

    Für die Lüneburger Heide ist der Tourismus stärkster Wirtschaftszweig in der Region. Mit einem Bruttoumsatz von 1,2 Milliarden Euro und über 32.000 im Tourismus Beschäftigten ist  er der Wachstumsmotor der Region. 


    Seit 2011 zählt die Region pro Jahr mehr als 5 Millionen Übernachtungen, zuletzt im Jahr 2015 5,22 Mio. Übernachtungen. In den vergangenen Jahren lagen die touristischen Wachstumsraten der Lüneburger Heide oft über dem Landesdurchschnitt von Niedersachsen. Für 2016, das statistisch noch nicht abgeschlossen ist, zeichnet sich ein starkes Wachstum ab.


    Die Bettenauslastung  verbesserte sich kontinuierlich und betrug bis Oktober 2016 32,4 Prozent nach 27,9 Prozent in 2011 (inklusive Campingplätze). Aufgrund der hohen Saisonalität (die Lüneburger Heide hat wenig Wintergeschäft) ist dieser Wert akzeptabel, aber noch steigerbar.


    Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt  2,9 Tage. Im Durchschnitt gibt der Gast in der Lüneburger Heide ca. 104 Euro pro Tag und Kopf als Übernachtungsgast aus. Das Durchschnittsalter der Besucher konnte in den vergangenen Jahren auf 48 Jahre gesenkt werden.


    Umfragen zeigen immer wieder,  dass es die folgenden Beweggründe sind, die die Gäste in die  Lüneburger Heide zieht: 1. Natur 2. Radwandern 3. Wanderurlaub 4. Städte Kultur 5. Erlebnisparks


    Die Lüneburger Heide hat eine gewachsene und sehr solide Struktur an Hotels, Pension und Ferienappartements. Gäste haben die Wahl zwischen 400 Hotels, davon ca. 100 Betreibe im 4-Sterne-Bereich und ca. 1.000 Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Pensionen. Dazu kommen 60 Campingplätze.


    Neben den Naturflächen hat die Lüneburger Heide eine weitere Besonderheit zu bieten. Auf dem Raum der 5 Landkreise finden sich insgesamt 14 Freizeitparks und -Einrichtungen, so viele, wie in keiner anderen Region Europas. Neben den bekannten Erlebnisparks, wie Heide Park Resort in Soltau, Weltvogelpark in Walsrode oder Serengeti Park in Hodenhagen, gibt es unter anderem auch einen Barfußpark und einen Snow Dome. Diese Freizeitparks erlauben der Lüneburger Heide neben den Natur-Urlaubern die Ansprache einer weiteren Zielgruppe.



    TOP Herkunftsländer (Quellmärkte) Inland:

    1. Nordrhein-Westfalen

    2.Berlin

    3.Neue Bundesländer

    4.Nordhessen



    TOP Herkunftsländer (Quellmärkte) Ausland (Übernachtungen 2015):

    Platz 1 Dänemark 122.762

    Platz 2 Niederlande 115.286

    Platz 3 Schweden 32.530

    Platz 4 UK         24.902

    Platz 5 Schweiz 23.213



    Einwohnerzahl und Flächen

    Die Lüneburger Heide liegt im Herzen Norddeutschlands zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Die größten Städte sind Harburg, Lüneburg, Celle, Soltau und Uelzen. In der gesamten  touristischen Region der Lüneburger Heide leben aktuell auf einer Fläche von rund 7.440 Quadratkilometern etwa  836 Tsd. Einwohner, die sich auf fünf Landkreise aufteilen.



    TOP 5 der Landkreise (Einwohnerzahl) :

    • Harburg     246.868

    • Celle           178.528

    • Lüneburg   177.279 

    • Heidekreis 139.630

    • Uelzen          94.020



    Der Tourismus stellt fast 15% aller Beschäftigten

    Das Einkommen aus dem Tourismus beträgt in der Lüneburger Heide 650 Mio. Euro.

    Daraus folgen 32.605 Beschäftigte.  

    Der Einkommensbeitrag von 650 Mio. Euro entspricht einem Äquivalent von rund 32.605 Personen, die durch die touristische Nachfrage in der Lüneburger Heide ein durchschnittliches Primäreinkommen von 19.935,-- pro Kopf beziehen.



    Die Tourismusintensität in der Lüneburger Heide ist überdurchschnittlich hoch. 

    Die Tourismusintensität ist eine Kennzahl für die relative Bedeutung des Tourismus in einem Gebiet. Je höher sie ist, desto wichtiger ist der Tourismus.


    Sie wird berechnet mit der Anzahl der kommerziellen Übernachtungen (amtliche Statistik), bezogen auf 1.000 Einwohner. Mit dieser Kennziffer, die auch das Statistische Bundesamt verwendet, lässt sich ein Vergleich über alle Regionen des Tourismus herstellen.


    Die Formel lautet: Übernachtungen/Einwohner x 1000 = Tourismusintensität


    Tourismusintensität im Vergleich

    Deutschland 2014              5.250

    Niedersachsen 2014           5.198

    Lüneburger Heide 2014      6.252



    Anreise

    Die Lüneburger Heide ist an das Autobahnnetz in Deutschland angebunden. Die A7 als Nord-Südachse teilt die Lüneburger Heide, die Ausfahrten Bispingen und Soltau sind zentrale Abfahrten. Die A2 als West-Ost-Verbindung  und die A1/A27 ist das Gateway von Westen. Die Stadt Lüneburg ist über die A39 im Hamburger Knoten angebunden.

    Per Bahn ist die Heide über die ICE-Knotenpunkte Hannover und Hamburg  gut zu erreichen. ICE-Bahnhöfe sind Lüneburg, Celle und Uelzen.

    Die drei internationalen Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen sind in 30 bis 60 Minuten zu erreichen. Mit guten Transfermöglichkeiten von/zu den Flughäfen.