Lüneburg: Kloster Lüne mit Textilmuseum
Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, wenn man das Kloster Lüne am Rand von Lüneburg betritt. Die Hektik der Stadt, der Verkehr, alles ist sofort vergessen.
Man betritt das Kloster durch einen unscheinbaren Eingang, geht durch einen Gang und gelangt in einen Hof, wie aus einem Märchen. Blühende Rosen und sattes Efeu stehen im Kontrast zu den roten Backsteinen und dem Fachwerk der Gebäude.
Inmitten einer Grünanlage mit altem Baumbestand und Streuobstwiesen wurde das Kloster Lüne, 1172 von Hildeswidis von Markboldestorp gegründet, an dieser Stelle nach zwei Bränden Ende des 14. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Geschichten ranken um diesen Standort, angeblich soll ein Esel daran Schuld sein.
Bis heute ist das Benediktinerkloster übrigens bewohnt, seit 1711 als Damenstift und wird von der Äbtissin Reinhild Freifrau von der Goltz geleitet. Eine Besonderheit ist, dass die ganze Klosteranlage durch die Wirren der Jahrhunderte bis heute in ihrer Gesamtheit erhalten werden konnte.
Der Klosterhof, der auf drei Seiten von gotischen Fachwerkgebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert eingerahmt wird, öffnet sich zur vierten Seite zu einem interessanten Kontrast, einem spätbarocken, rosafarbenen Gästehaus.
Über den Klosterhof gelangt man auch in eine der Hauptsehenswürdigkeiten und dem Wahrzeichen des Klosters: Die Brunnenhalle mit dem gotischen Brunnen, der sein Wasser seit 600 Jahren in die große, bronzene Schale gießt.
Während einer Klosterführung erfährt man mehr über die beeindruckende Ausstattung des Klosters. Die Kreuzgänge, die Buntglasfester aus dem 14. Jahrhundert, das Refektorium mit den Seccomalereien, der Sarggang, oder die bemalten, ehemaligen Nonnenzellen aus der nachreformatorischen Zeit.
Die 1410 geweihte Kirche beherbergt einen gotischen Altaraufsatz und einen Nonnenchor mit einem Beweinungsbild aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren.
Textilmuseum im Kloster Lüne
Im Textilmuseum werden die von den
Lüner Benediktinernonnen und evangelischen Stiftsdamen gefertigten textilen
Kunstwerken gezeigt, soweit sie über die Jahrhunderte im Kloster verblieben
sind. Besonders berühmt sind die Wirk- und Stickarbeiten in Wolle auf Leinwand. Die ältesten Stücke sind von 1250.
Cafe im Kloster
Ein Cafe in einem der Gebäude des Klosterhofes lädt zum Verweilen ein. Geniessen Sie eine Pause und lassen Sie die Atmosphäre des Klosters auf sich wirken.
Anreise
Das Kloster liegt am Rande der Innenstadt von Lüneburg und ist vom Zentrum in ca. 20 Minuten zu Fuss zu erreichen. Es stehen ausreichend Parkplätze rund um das Kloster zur Verfügung.
Fakten
Lüneburg: Kloster Lüne mit Textilmuseum
Am Domänenhof21337 Lüneburg
Telefon
Kloster Lüne: 04131-5 23 18Fax
Kloster Lüne : 04131-5 60 52Preise:
| Textilmuseum: | |
| Erwachsene: | 4,00 € |
| Schüler/ Studenten ab 16 Jahren mit Ausweis: | 2,00 € |
| Kinder/ Schüler (11 bis 16 Jahre): | 1,00 € |
| Kinder (bis 10 Jahre): | 0,00 € |
| Kloster: | |
| Erwachsene: | 5,00 € |
| Schüler/ Studenten ab 16 Jahren mit Ausweis: | 3,00 € |
| Kinder/ Schüler (11 bis 16 Jahre): | 2,00 € |
| Kinder (bis 10 Jahre): | frei |
| Gruppen: | mit Vorabanmeldung Sonderpreise,00 € |
Öffnungszeiten:
| Textilmuseum vom 01. April - 15. Oktober, Dienstag bis Samstag: | 10.30 bis 12.30 Uhr, 14.30 bis 17.00 Uhr |
| Textilmuseum vom 01. April - 15. Oktober, Sonn- und Feiertag: | 11:30 bis 13:00 Uhr |
| Cafe im Kloster, Dienstag - Sonntag: | 10:00 bis 18:00 h |
| Führungen, Dienstag - Samstag: | 10:30 h, 14:30 h, 15:30 h |
| Führungen, Sonntag und Feiertage: | 11:30 h, 14:30 h, 15:30 h |
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