Wietze: Deutsches Erdölmuseum
Das Deutsche Erdölmuseum in Wietze ist eines der faszinierensten Museen Deutschlands. Es liegt nämlich auf einem richtigen Ölfeld.
Erste fündige Bohrung der Welt
Die erste fündige Erdölbohrung der Welt war nicht in Texas oder Dubai, sondern in der Lüneburger Heide.
1858/59 bohrte der Geologe Konrad Hunäus in Wietze bei Celle in der Lüneburger Heide erfolgreich nach dem schwarzen Gold und war damit der erste der Welt. Die Bohrstelle kann man heute noch besichtigen.
1899 brach dann das Ölfieber in Wietze aus, als man bei einer Bohrung in 270 m Tiefe freifließendes Öl fand. Der Ölboom veränderte Wietze innerhalb weniger Jahre. Die Infrastruktur wurde verbessert, eine Raffinerie wurde gebaut.
Wietze deckte 80% der Inlandsnachfrage
Die Anzahl der Bohrbetriebe nahm rasant zu. Wietze deckte ca. 80 % der Inlandsnachfrage nach Öl und war der wichtigste Versorger Deutschlands.
1963 wurde die Erdölförderung in Wietze eingestellt, doch bis heute sind noch überall Spuren der Erdölindustrie zu entdecken.
Das Deutsche Erdölmuseum wurde 1970 auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes (der so genannten Teufelsinsel) eingerichtet. Damit ist es das älteste Erdölmuseum der Welt.
Das Museum
Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen Wietzer Ölfeld. Die Wietzer Bauern gewannen hier schon in der frühen Neuzeit Öl aus Teerkuhlen, das sie als Schmier- und Heilmittel verkauften. Die industrielle Förderung begann 1858/59 mit einer der weltweit ersten erdölfündigen Bohrungen (Hunäus-Bohrung). 1918 erschloss die Deutsche Erdöl Aktiengesellschaft (DEA) mit einem Schachtbetrieb die bergmännische Förderung von Ölsand und Sickeröl aus einer Teufe von etwa 300 m. 1963 endete die Erdölförderung in Wietze.
Am 1.9.1970 öffnete das Erdölmuseum Wietze auf einem ehemaligen Fördergelände der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft DEA (damals Deutsche Texaco Aktiengesellschaft) seine Pforten.
Original Ölfeld im Freigelände
Das 11.000 m2 große Freigelände wurde als Teil des Erdölgebietes Wietze so erhalten, wie es bis 1963 in Betrieb war.
In einem 55qm großen Ausstellungsraum konnten sich die Besucher anhand von Modellen und zahlreichen Fotos über die Geschichte des Erdölfeldes Wietze, die geologischen Grundlagen, verschiedenen Bohr- und Fördertechniken, sowie die Verarbeitung und Verwendung von Kohlenwasserstoffen informieren.
Das Besondere ist aber das Freigelände, auf dem heute noch funktionierende Förderanlagen, die bis 1963 auf dem Wietzer Erdölfeld in Betrieb waren, noch an ihrer ursprünglichen Stelle stehen. Auch ein Schacht
Zur Erstausstattung des Museums gehören auch einige Funktionsmodelle von Bohr- und Förderanlagen, geologische Schaustücke aus dem Wietzer Erdölschacht, Rohölproben und Erdölprodukte sowie ein paar Bohrmeißel, Paraffinkratzer und Hilfswerkzeuge für den Förderbetrieb.
Riesiger Bohrturm ist Wahrzeichen
Wahrzeichen der Stadt Wietze ist mittlerweile der Original-Bohrturm mit 63 m Höhe.
Spannende Fragen um das ständig aktuelle Thema "Öl" werden im Museum beantwortet:
- Was ist drin im schwarzen Gold?
- Wie entstehen Erdöl und Erdgas?
- Wie kommt das Erdöl in das Gestein?
- Wie misst man die Qualität von Erdöl?
- usw.....
Anfahrt
Über die A7:
Verlassen Sie die A7 an der Abfahrt "Schwarmstedt / Wietze" und folgen Sie der Beschilderung der B 214 nach Wietze. Im Ort ist das Museum ausgeschildert.
Aus Celle:
Folgen Sie der B 214 nach Nienburg. Automatisch kommen Sie durch Wietze. Im Ort ist das Museum ausgeschildert.
Navi-Adresse:
Deutsches Erdölmuseum Wietze
Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze
Fakten
Wietze: Deutsches Erdölmuseum
Schwarzer Weg 729323 Wietze
Telefon
0 5146 / 92 340 :Preise:
| Erwachsene: | 5,00 € |
| Gruppen ab 6 Personen: | 4,00 € |
| Familienkarte (2 Erwachsene, 4 Kinder bis 16 Jahre): | 9,00 € |
| Kinder unter 6 Jahren: | frei |
| Führungen (mit Anmeldung): | 30,00 € |
| Schülergruppen: | 2,00 € |
| Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose undSchwerbehinderte (mit Ausweis): | 2,50 € |
Öffnungszeiten:
| März-November: | Di-So 10.00-17.00 Uhr |
| Juni, Juli, August: | Di-So 10.00-18.00 Uhr |
| Juli, August: | auch montags 10.00-18.00 Uhr |
| sowie am 30. April: | 10.00-17.00 Uhr |
| Einlass bis 1 Stunde vor Schließung: |
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