Ostenholz: Sieben Steinhäuser
Die Sieben Steinhäuser stellen eine bemerkenswerte Großsteingräbergruppe dar, die schon im Jahre 1832 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Heute befinden Sie sich umgeben von schützenden Wällen auf dem Gebiet des NATO-Übungsplatzes Bergen und können allgemein an jedem Wochenende besichtigt werden.
Zur Gruppe gehören fünf Steingräber, die überlichweise mit den Buchstaben A bis E gekennzeichnet werden. Bis auf Grab D sehen sie sich recht ähnlich. Es sind Ganggräber mit den Eingängen im Südosten. Grab D ist mit einer viereckigen Kammer unter einer riesigen Deckplatte eine klare Ausnahme; als einziges weist es zudem ein Hünenbett mit ehemals rechteckiger Umfassung auf. Trotz vieler Nachsuche und Diskussionen ist bislang unklar, ob nicht zwei Steinhäuser fehlen. Doch schon früheste Aufzeichnungen überliefern das Vorhandensein von nur fünf Steingräbern.
Seit den Vermessungen in den Jahren 1977 und 1983 zeigt sich eine auffällig regelmäßige Anordnung der Gräber. Es war schon bekannt, dass alle Gräber gleichermaßen NNO-SSW ausgerichtet sind. Das neue Kartenbild zeigt sie nun auch in drei strikt parallelen Fluchten angeordnet. Grab C liegt mit E auf einer Linie, ebenso Grab B und Grab D. Eine Verlängerung der Längsachse des Grabes A ergibt die dritte Parallele: Abstand zweier Gräber (zwischen Grab C und E). Ein so regelmäßiger Aufbau kann dem Zufall nicht mehr zugeschrieben werden.
Allgemein wird angenommen, dass die Gräber bis auf Grab D kurz nacheinander entstanden sind. Die Gruppe ist nicht als Friedhof einer Familiengruppe über die Generationen angewachsen, sondern stellt vielmehr die Arbeit mehrerer Gruppen dar. Das Grab D ist als Fremdkörper zwischen den hiesigen Großsteingräbern zu werten. Seine Bausweise verrät eine Herkunft aus westeuropäischen Traditionen. Grab D ist demnach das älteste der Sieben Steinhäuser.
Die Sieben Steinhäuser in der Gegenwart:
Die Sieben Steinhäuser haben im vorletzten Jahrhundert unbeschadet Agrarreformen und Chausseebau überstanden. Das letzte Kapitel ihrer Geschichte fand im 20. Jahrhundert mit Errichtung des Übungsplatzes statt. Die Behörden konnten jedoch von der Wichtigkeit dieses urzeitlichen Denkmals überzeugt werden, so dass die Sieben Steinhäuser von Wällen geschützt an ihrem historischen Ort verbleiben können.
Die Besichtigungszeiten erfragen Sie bitte bei der Tourist-Information Düshorn oder bei der Standortkommandantur Bergen.
So finden Sie die Sieben Steinhäuser:
Von Krelingen in Richtung Hodenhagen/Autobahn. Biegen Sie dann an der Landstraße links ab Richtung Autobahn, fahren über die Autobahn hinweg nach Westenholz und weiter bis Ostenholz. In Ostenholz empfiehlt sich die Besichtigung der Dorfkirche. Ab Ostenholz ist der Weg zu den Sieben Steinhäusern ausgeschildert.
Wenn am Schrankenposten 8B die Zufahrt freigegeben ist, können sie die 5 km lange Zufahrtsstraße passieren. Hier erhalten Sie ein Infoblatt mit Wissenswertem über die Sieben Steinhäuser und Verhaltensregeln.
Fakten
Ostenholz: Sieben Steinhäuser
Panzerringstraße29664 Ostenholz
Telefon
Tourist-Information Düshorn: 05161 945792Standortkommandantur Bergen: 05051 475-0
Fax
Anfragen: 032 211063227Öffnungszeiten:
| In der Schießpause: | täglich 10-18 Uhr |
| an Freigabetagen: | 10-18 Uhr |








