Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide
Die Wälder der Stiftung Naturschutzpark im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide...
Neben den typischen Calluna-Heideflächen - übrigens den größten zusammenhängenden Flächen Mitteleuropas - gehören auch Wälder zum Lebensraum des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide dazu. Rund 2.500 Hektar davon sind im Besitz der zum Verein Naturschutzpark e.V. gehörenden Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide.
Wälder haben in den verschiedensten Formen schon immer zur Kulturlandschaft dieses ältesten Naturschutzgebietes der Bundesrepublik Deutschland dazugehört. Und auch hier arbeitet der VNP nach dem Motto: "Naturschutz durch Nutzung!". Andererseits gibt es natürlich auch hier Bereiche, die vollständig ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleiben. Dazu zählen beispielsweise Erlenbruchwälder in den Talräumen.
Die waldbaulich genutzten Flächen werden von der Stiftung Naturschutzpark nach den Grundsätzen der "Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft" (ANW) bewirtschaftet. Dies beinhaltet eine kahlschlagfreie und auf Zielstärkennutzung orientierte Wirtschaftsweise. Weitere Ziele der VNP-Stiftung sind ökologisch und ökonomisch stabile Dauerwaldgesellschaften, die auch aus Sicht der Landschaftsästhetik eine Bereicherung darstellten.
Im Schwerpunkt handelt es sich bei den Wäldern des Gebietes rund um den Wilseder Berg um Kiefernwälder. Daneben gibt es aber auch historische Waldnutzungsformen, die der Nachwelt erhalten werden sollen. Zu ihnen zählen beispielsweise Hutewälder, die von den Heidebauern zur Eichel- und Bucheckernmast des Weideviehs genutzt wurden. Ein landschaftsprägender Hutewald ist östlich von Wilsede zu finden.
Auch "Stühbüsche" gehören zum Bild der historischen Kulturlandschaft der Lüneburger Heide dazu. Hier wurden meist Eichen zur Brenn- und Bauholzgewinnung "auf den Stock gesetzt", d.h. kurz über der Bodenoberfläche abgeschnitten. Aus dem Stock trieben die Bäume dann wieder aus und bilden heute skurille Baumgestalten, deren Wurzelstöcke wesentlich älter sind als die für uns sichtbaren Bäume. Die Erhaltung bestehender "Stühbüsche" haben für den VNP eine ebenso hohe Priorität wie die gezielte Entwicklung junger Eichenbestände zu zukünftigen "Stühbüschen", an denen sich eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt angepasst hat.
Auch gilt es für die Stiftung, die für die Heidebauernhöfe typischen Hofgehölze zu entwickeln bzw. zu bewahren, die das Ortsbild der Heide mit ihren knorrigen Eichen, Buchen und Linden wesentlich mitbestimmen. Die Hofgehölze dienten den Heidebauern früher vorwiegend als Schutz ihrer Gebäude vor Sturm und Niederschlag. Natürlich sind auch die Hofgehölze zur Bau- und Brennholzgewinnung genutzt worden. Die Erhaltung und Pflege dieser alten Gehölze hat für die VNP-Stiftung eine große Bedeutung.
Fakten
Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide
Niederhaverbeck 729646 Bispingen








